Firefox-Chef Mike Beltzner verlässt Mozilla

Von Michael Diestelberg am 15.02.2011 08:26 Uhr
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Mike Beltzner überwacht seit Jahren die Entwicklung des Browsers Firefox. Jetzt hat er angekündigt, dass er nach der Veröffentlichung von Firefox 4.0 die Mozilla Foundation verlassen wird. Er sucht neue Herausforderungen.

Beltzner kam vor sechs Jahren von IBM Kanada zu Mozilla und begleitete seitdem sechs große Updates des Browsers, angefangen bei Firefox 1.5. In seinem Blog erklärte er jetzt, dass er in den letzten Monaten "kribbelig" wurde. Er beschloss daraufhin, dass es Zeit für neue Herausforderungen ist. Aus diesem Grund stürzt er sich nun in ein Unternehmen, über dessen Arbeit er so gut wie gar nichts weiß.

Sobald Firefox 4.0 veröffentlicht wurde, wird Beltzner beim jungen Startup Dug Software anfangen. Dort wird eine geologische Modellierungssoftware entworfen. Seine Erfahrung als Leiter eines intelligenten Entwicklerteams will er dort einbringen, um die Firma zum Erfolg zu führen. Er geht davon aus, dass er einige Tools, die er für seine Arbeit bei der Mozilla Foundation entwickelt hat, auch dort einsetzen kann.

Nach Firefox 4.0 will das Unternehmen die Entwicklung des Browsers anderes gestalten. So wird man auf einen vierteljährlichen Release-Zyklus setzen, um neue Funktionen schneller an die Anwender weitergeben zu können. Die Entwicklung von Firefox 4.0 zieht sich inzwischen über ein Jahr hin. Google hatte für seinen Browser Chrome alle sechs bis acht Wochen eine neue Version versprochen und scheint diesen Rhythmus auch einhalten zu können. Firefox verliert derzeit viele Nutzer an die jüngere Konkurrenz aus dem Hause Google.
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