PS3-Jailbreak: Sony verklagt Geohot & fail0verflow

Von Roland Quandt am 13.01.2011 13:37 Uhr
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Sony Computer Entertainment (SCEA) America hat offiziell Klage gegen George Hotz alias Geohot und seine Mitstreiter eingereicht, weil diese durch die Verbreitung des PS3-Jailbreaks durch die Gruppe fail0verflow gegen das Urheberrecht verstoßen haben sollen.

In seiner Klage gegen George Hotz, Hector Martin Cantero, Sven Peter und einige weitere Personen wirft SCEA den Beklagten vor, gegen den Digital Millenium Copyright Act (DMCA), ein US-Bundesgesetz gegen Computerbetrug und -missbrauch und ein kalifornisches Gesetz gegen Computerkriminalität verstoßen zu haben.

Außerdem sollen die Entwickler gegen die Nutzungsbedingungen des PlayStation Network verstoßen, die Beziehungen von Sony zu den Nutzern des Online-Dienstes gestört und die Rechte am geistigen Eigentum rund um die PlayStation 3 verletzt haben.

Sony fordert von einem Gericht in Kalifornien nun, dass Geohot und fail0verflow untersagt wird, den Jailbreak weiter zu verbreiten. Außerdem sollen die Beklagten sämtliche Hardware und Software herausgeben, die den Jailbreak-Code enthält. Hinzu kommen Schadenersatzforderungen unbekannter Höhe.

Erst vor kurzem hatte Sony George Hotz mittels einer temporären Unterlassungserklärung dazu gezwungen, die von ihm angebotenen Dateien, welche für den Jailbreak der PlayStation 3 benötigt werden, nicht mehr zum Download anzubieten. Nach Rücksprache mit seinem Rechtsbeistand hatte Hotz die Dateien kurze Zeit später wieder verfügbar gemacht.

Der Informatiker David Touretzky, Professor an der renommierten Carnegie Mellon Universität hat mittlerweile den Code für den Jailbreak über seine eigene Uni-Website zugänglich gemacht, um damit gegen die angebliche Verletzung des Grundrechts auf Meinungsfreiheit durch Sonys Klage zu protestieren.
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