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Apple wegen Privatsphäre-Verstößen verklagt

Von Michael Diestelberg am 28.12.2010 16:10 Uhr
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Apple wird in den USA beschuldigt, dass den Anwendungen für das iPad und iPhone die Möglichkeit eingeräumt wird, persönliche Daten des Nutzers an Werbenetzwerke weiterzugeben, ohne zuvor das Einverständnis einzuholen.

Die Klage wurde am 23. Dezember in Kalifornien eingereicht und soll zu einer Sammelklage ausgeweitet werden, berichtet 'Bloomberg'. Darin heißt es, dass Apple die Möglichkeit der Identifizierung geschaffen hat, so dass Werbenetzwerke genau überwachen können, welche Anwendungen von den Nutzern heruntergeladen wurden und wie häufig diese eingesetzt werden. In Einzelfällen, heißt es in der Klage, werden sogar zusätzliche Informationen über den Anwender verkauft, beispielsweise der Standort, das Alter, das Geschlecht, das Einkommen, die sexuelle Orientierung sowie politische Ansichten.

Die Klage wurde im Namen von Jonathan Lalo eingereicht, der aus Los Angeles stammt. Er nennt bekannten Apps wie Pandora, Paper Toss, Weather Channel und Dictionary.com als Beschuldigte neben Apple. Das iPhone und das iPad sollen laut der Klageschrift einen so genannte Unique Device Identifier (UDID), also eine eindeutige Geräteidentifikationsnummer, aufweisen.

Apple behauptet im Gegenzug, dass im Rahmen der Überprüfung von Apps sichergestellt wird, dass diese nicht ungefragt Daten übertragen können. Da dies nicht stimmt, verstößt das Unternehmen laut der Auffassung von Lalo gegen verschiedene Gesetze, in denen es um Computerbetrug und Datenschutz geht.
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