UK: ISPs sollen Jugendschutz sicherstellen

Von Christian Kahle am 25.11.2010 10:12 Uhr
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Die konservative britische Parlaments-Abgeordnete Claire Perry will die Verantwortung für den Jugendschutz im Internet nun den Zugangs-Providern zuschieben.

Diese sollen dafür sorgen, dass Minderjährige vor der Konfrontation mit Pornographie geschützt werden, forderte sie laut einem Bericht des Senders 'BBC'. Sie schlägt dafür ein Opt-in-System beim Aufbau der Verbindung zwischen Endnutzer und Provider vor.

Nur wer verifizieren kann, dass er Erwachsen ist, soll auch Zugang zu pornographischen Inhalten erhalten können. "Die britischen Provider sollten an der Verantwortung für den Schutz unserer Kinder teilhaben", so die Mutter von drei Kindern.

Sie habe selbst Erfahrungen damit, wie schwer es ist, sicherzustellen, dass Kinder nicht mit unangebrachten Inhalten in Kontakt kommen, erklärte sie. In anderen Medien habe man den Jugendschutz bereits erfolgreich regulieren können, also sollte dies auch im Internet möglich sein.

Wie ein solches Opt-in-System allerdings technisch aussehen soll, ist unklar. Immerhin sind die Zeiten längst vorbei, in denen sich Nutzer aktiv bei ihrem Provider anmelden. Die heute üblichen Breitband-Verbindungen sorgen dafür, dass Rechner quasi permanent mit dem Netz verbunden sind.

Bisher werden Provider im Wesentlichen als reine Infrastruktur-Betreiber angesehen. Die Verantwortung für die Umsetzung von Jugendschutz-Maßnahmen liegt bei den Inhalte-Anbietern selbst. Wegen der unterschiedlichen rechtlichen Regelungen in verschiedenen Ländern, gibt es hierbei jedoch große Unterschiede.
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