Microsoft startet nach Corona vorsichtige Versuche mit Retail-Verkauf

Von Roland Quandt am 09.06.2021 13:13 Uhr
Microsoft wagt sich angesichts einer zunehmenden Öffnung des Einzelhandels in Europa und den USA langsam wieder daran, seine Produkte selbst im Retail anzubieten. Nach der Schließung aller Stores beginnen die übrig gebliebenen Experience Center wieder mit Verkäufen.

Eigentlich hatte sich Microsoft im Zuge der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus im letzten Jahr dazu entschlossen, alle seine Stores zu schließen. Nur an vier Standorten in Redmond, New York City, London und Sydney blieben sie bestehen und wurden zu so genannten Experience Centern umgebaut. Auch dort fand allerdings kein Verkauf mehr statt, so dass nur noch das Ausprobieren und Kennenlernen der Produkte von Microsoft und seinen Partnern möglich war.

Microsoft Flagship Store London

Wie The Verge berichtet, will Microsoft in New York City, London und Sydney wieder damit beginnen, einige Produkte auch zum Kauf anzubieten. So sollen die Surface-Geräte, diverse Software und Zubehörprodukte sowie einige Erzeugnisse der Xbox-Sparte auch wieder in den inzwischen neu benannten Einzelhandelsgeschäften zu haben sein.

Microsoft fängt ganz klein wieder an

Dies bedeutet allerdings nicht, dass Microsoft in den Experience Centern einfach wieder den regulären Einzelhandelsbetrieb aufnimmt. Zwar werden bestimmte Produkte auch zum Kauf angeboten, das Bestellen von Microsoft-Produkten über das Internet mit anschließender Abholung in einem der Experience Center wird aber nicht möglich sein.

Anscheinend will Microsoft einfach nur ein wenig Umsatz mit den ohnehin in den Experience Centern gezeigten Produkten erzielen. Vorerst kehrt der Redmonder Konzern also nicht im großen Stil mit einer Einzelhandelspräsenz zurück. Stattdessen macht man vorsichtig erste Schritte. Ursprünglich betrieb Microsoft über 100 eigene Einzelhandelsgeschäfte vor allem in den USA.

Die großen, repräsentativen Stores in New York und London hatte man erst relativ kurze Zeit vor den coronabedingten Schließungen eröffnet. Denkbar wäre, dass sie aktuell nur aufgrund langfristiger Verträge mit den jeweiligen Besitzern der Immobilien noch betrieben werden und ebenfalls früher oder später aufgegeben werden könnten.
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