Wenn der starke ARM fehlt: Apple Mac Pro weiterhin mit Intel Xeon

Von Stefan Trunzik am 09.06.2021 13:37 Uhr
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Anstatt sein komplettes Mac-Portfolio mit eigenen ARM-Chips auszustatten, wird Apple auch weiterhin auf Prozessoren von Intel setzen. Aus der neuen Xcode-Beta geht hervor, dass derzeit an einem Mac Pro-Upgrade mit Intel Xeon-CPUs und bis zu 40 Kernen gearbeitet wird.

Wie der CodeWeavers-Entwickler Brendan Shanks via Twitter aufdecken konnte, zeigen sich im Beta-Code der Entwicklungsumgebung Xcode Hinweise auf Intels Ice Lake SP-Familie, die bisher in keinem Apple-Geräte zum Einsatz kam. Mit bis zu 40 Rechenkernen bieten sich die Xeon-Prozessoren ausschließlich für den Mac Pro an. Das Unternehmen dürfte hier einen Zwischenschritt nehmen, während man weiter an einem möglichen Apple M2-Chip arbeitet, dem man in der Gerüchteküche bereits bis zu 128 Kerne zuschreibt.

Intel-Macs als Übergang zur alleinigen ARM-Ausstattung

Auch der oft gut informierte Bloomberg-Reporter Mark Gurman bestätigt die Entdeckung von "@realmrpippy", sodass Apple voraussichtlich zeitnah mit einem weiteren Special Event starten dürfte. Die eigene Worldwide Developers Conference (WWDC 2021) nutzte das Unternehmen hingegen nicht, um neue Hardware anzukündigen. Experten gingen vorab davon aus, neue MacBook Pro-Modelle mit leistungsstärkeren Apple M1X-Chips auf der Tagesordnung wiederzufinden. Bis dato werden bereits kleinere Konfigurationen des MacBook Pro, das MacBook Air, der iMac und Mac Mini sowie das iPad Pro mit M-Chips auf ARM-Basis verkauft.

Im letzten Jahr hat sich Apple selbst auf die Fahne geschrieben, den Übergang von Intel-Prozessoren hin zu eigens entwickelten M-Chips innerhalb von zwei Jahren bewältigen zu wollen. Dass bis dahin weitere Mac-Entwicklungen mit Intel-CPUs erfolgen, gab Apple-CEO Tim Cook ebenfalls zu verstehen. Neben dem Mac Pro sind derzeit auch die älteren iMacs (z.B. 27 Zoll) und die High-End-Varianten der 13 Zoll und 16 Zoll großen MacBook Pro-Laptops mit Recheneinheiten von Intel erhältlich. Die ältere 10. Generation wird jedoch oft bereits von Apples M1-Chips in den Schatten gestellt.

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