Xbox Series X: Microsoft kämpft mit Insider-Warteliste gegen Scalper

Von Stefan Trunzik am 12.05.2021 10:31 Uhr
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Um Lieferschwierigkeiten und die Scalper-Problematik rund um die Xbox Series X besser zu bewältigen, führt Microsoft eine Warteliste für Xbox One-Insider ein. In den USA können sich Tester der Beta-Software bereits für den priorisierten Kauf der Next-Gen-Konsole registrieren.

Via Twitter kündigte Microsoft den so genannten "Console Purchase Pilot" (dt. Konsolenkauf-Pilot) an. Mit ihm haben Teilnehmer des Xbox Insider-Programms die Möglichkeit, sich ab­seits der üblichen Bezugsquellen für den Kauf einer neuen Xbox Series X zu qualifizieren. Der eindeutig als Pilotprojekt beschriebene Service startet zuerst in den USA, könnte bei ent­spre­chen­dem Erfolg jedoch ausgeweitet werden. Die Redmonder stellen dabei auch den Xbox One-Insidern nur ein begrenztes Kontingent an Konsolen zur Verfügung und rechnen bereits im Vorfeld damit, nicht alle Interessenten beliefern zu können.

Ein erster Schritt im Kampf gegen Scalper und Wucherpreise

In den sozialen Netzwerken äußert sich ein Großteil der Xbox-Fans positiv zum neuen Pilotprogramm, stellt jedoch die vergleichsweise späte Reaktion Microsofts auf so genannte Scalper in Frage. Diese sorgen unter anderem mit Bots dafür, dass die geringen Kontingente, welche Online-Händlern zur Verfügung stehen, innerhalb weniger Minuten ausverkauft sind. Otto Normalverbraucher hat bei einer kurzfristigen Verfügbarkeit somit nur geringe Chancen, die Xbox Series X aus dem Warenkorb nach Hause liefern zu lassen. Ziel der Scalper ist es, die Konsole zu einem deutlich höheren Preis auf Auktionsplattformen wie eBay anzubieten.

Die Lieferprobleme der Xbox Series X sind grund­le­gend auf die pandemiebedingte Halb­lei­ter-Knappheit und die gleichzeitig gestiegene Nachfrage zurückzuführen. Mit einer schlechten Verfügbarkeit muss auch in den kommenden Monaten gerechnet werden. Konkurrent Sony geht zudem davon aus, dass sich die schlechte Liefersituation der PlayStation 5 (PS5) über das gesamte Jahr 2022 erstrecken wird. Ein ähn­li­ches Schicksal teilen sich die neuen Gra­fik­kar­ten von Nvidia und AMD, die derzeit fast aus­schließ­lich zu Wucherpreisen von Dritt­an­bie­tern und Scalpern angeboten werden.

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