Werbebranche zittert: Nur wenige iOS 14.5-Nutzer erlauben Tracking

Von John Woll am 07.05.2021 19:25 Uhr
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Facebook und die Werbebranche zittern und drohen seit Monaten, doch das Update auf iOS 14.5 schafft Fakten: Wie eine erste Erhebung von Experten zeigt, erklärt sich nur ein sehr kleiner Teil der iPhone-Nutzer dazu bereit, Werbetracking von Apps zuzulassen.

Werbetracking unter iOS wird nie wieder so sein, wie bisher

Es ist der erwartete Paukenschlag, dessen Schallwellen die gesamte Werbebranche zum erzittern bringen: Apples Anpassungen beim Werbetracking unter iOS 14.5 zeigt schon kurz nach seiner Einführung, dass sich nur sehr wenige Nutzer bei der neuen Dialog-Abfrage dafür entscheiden, Werbenden die Nachverfolgung ihrer Aktivitäten zu erlauben. Wie AppleInsider schreibt, liefern die Marktanalysten von Flurry Analytics jetzt erste Zahlen, wie gravierend die unmittelbaren Auswirkungen des jüngsten iOS-Updates für App-Betreiber und Werbende zu spüren sind.

Analyse zu iOS 14.5 Werbetracking von Flurry Analytics
Die iOS-Nutzer sprechen sich weltweit gegen Tracking aus

Wie die Marktexperten ausführen, hatte man seit Einführung von iOS 14.5 Ende letzten Monats die täglichen Opt-In- und Opt-Out-Raten auf Basis von Stichproben von 2,5 Millionen täglich aktiven Nutzern verfolgt. Die für die Werbebranche alarmierenden Zahlen kommen dabei aus den USA, wo nur rund 4 Prozent der täglichen Nutzer Apps den Zugriff auf ihren sogenannten Identifier for Advertisers (IDFA) Tag erlauben. "Die Raten steigen, wenn andere Länder berücksichtigt werden, mit etwa 11 Prozent von 5,3 Millionen täglichen Nutzern, die sich für Ad-Tracking weltweit entscheiden", so die Analyse.

Analyse zu iOS 14.5 Werbetracking von Flurry Analytics
In den USA wird noch weniger Tracking erlaubt

Nutzer wollen gefragt werden

Interessant ist dabei auch ein Blick auf einen weiteren Bereich der Erhebung: Auch, wenn viele iOS-Nutzer das Tracking durch Apps bei Dialog-Anfragen ablehnen, nutzen nur wenige die Möglichkeit, diese Anfragen ganz zu unterbinden. In den iOS 14.5-Einstellungen haben weltweit nur rund 5 Prozent die Option "Apps erlauben, Tracking anzufordern" deaktiviert, schränken Tracking also grundsätzlich ein. In den USA liegt dieser Wert mit rund 2 Prozent noch einmal deutlich niedriger.

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