Staatsanwaltschaft beklaut: 753 Bitcoins von Chemical Love sind weg

Von Nadine Juliana Dressler am 02.05.2021 18:41 Uhr
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Unbekannte haben ein von der Staatsanwaltschaft im Fall des Darknet-Handelplatzes Chemical Love beschlagnahmtes Bitcoin-Wallet leer ge­räumt. Laut Medienberichten sind von 757 Bitcoins nur noch 4 geblieben - über 30 Millionen Euro wurden geklaut.

Schon Anfang des Jahres berichteten wir über die großen Vermögenswerte, die die Justiz­be­hörden in ganz Deutschland in den letzten Jahren in verschiedenen Kryptowährungen beschlagnahmt haben. Dabei berichteten wir auch darüber, dass es einige verurteilte Straftäter gibt, die ihre Zugangsdaten für die Wallets nicht rausrücken wollten. Der Justiz entgehen so Millionen, an die sie nicht herankommen.

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Beschlagnahmt, aber ohne Zugriff

Nun gibt es einen neuen Fall in Rheinland-Pfalz. Dort bestätigte jetzt die Staatsanwaltschaft Koblenz, dass ein von ihnen beschlagnahmtes Wallet fast vollständig ausgeräumt wurde. Bei der Beschlagnahme waren 757 Bitcoins da - mittlerweile sind es nur noch vier. Gegenüber heise bestätigte die Staatsanwaltschaft den Diebstahl. In zwei Etappen wurde das Wallet leer geräumt - und aufgrund der anonymen Transaktionen kann man nicht einmal mehr nachvollziehen, wohin die Vermögenswerte geflossen sind.

Dass sie beschlagnahmt wurden, hat dabei nichts genutzt. Der Besitzer des Wallets, angeklagt als einer der hauptverantwortlichen Betreiber des Darknet-Handelplatzes Chemical Love, hatte der Justiz keine Zugangsdaten und Berechtigungen offengelegt, das aber wohl jemanden anderen gegenüber getan. So konnten über 33 Millionen Euro aus der "Asservatenkammer" gestohlen werden. In anderen Fällen ging es aber ganz anders aus, auch weil die Straftäter sich in einigen Fällen von der Freigabe der Bitcoins Strafmilderung erhoffen dürfen.

Verkäufe halten sich noch in Grenzen

Dabei gibt es aber auch weiterhin Fälle, bei denen die Ermittler zwar wissen, dass es große Bitcoin-Vermögen gibt, sie aber trotz gerichtlicher Beschlagnahme nicht auf das Geld zugreifen können. Meist ist der Grund, dass die Straftäter nicht kooperieren und so keine Möglichkeit besteht, auf das Vermögen zuzugreifen. In anderen Fällen haben Ermittler aber Zugriff erhalten und die Wallets aufgelöst. Rund 50 Millionen Euro sollen dabei bundesweit bereits mit Verkäufen der Kryptowährungen erzielt worden sein.

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