Käufer reißen Apple derzeit iPhones, Macs und iPads aus den Händen

Von Christian Kahle am 29.04.2021 06:53 Uhr
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Nie zuvor hat der Computerkonzern Apple einen solchen Start in das neue Jahr geschafft: Da sowohl die iPhone 12-Generation als auch - bedingt durch die Pandemie-Situation - die Mac-Verkäufe boomen, schossen die Einnahmen durch die Decke.

Der Konzern vermeldete für die ersten drei Monate des Jahres, die das zweite Quartal des Fiskaljahres darstellen - einen Umsatz von 89,6 Milliarden Dollar. Das sind immerhin 54 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Allerdings warnte das Management eindringlich vor der Vorstellung, dass es in der nächsten Zeit erst einmal immer so weitergehen könnte. Denn kurzfristig sorgen die Lieferprobleme der Halbleiter-Branche für einige Probleme und dann wird in den ersten Ländern vielleicht schon die Post-Corona-Zeit anbrechen und es ist fraglich, ob Notebooks und höherwertige Tablets dann weiterhin so gefragt sind wie heute.

Die Stütze des Geschäftes ist für Apple aber weiterhin klar das iPhone, dessen aktuelle Generation bei den Nutzern sehr gut ankommt. Immerhin 48 Milliarden Dollar Umsatz verbuchte Apple mit den Smartphones, das sind 66 Prozent mehr als vor einem Jahr. Aber auch bei den Macs und iPads verzeichnete das Unternehmen Einnahmesteigerungen von 70 beziehungsweise 78 Prozent.

Apple: Umsatzentwicklung bis Q2 2021
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Ausblick ist schwierig

Apple versucht sich seit einiger Zeit zunehmend auch unabhängiger von den Hardware-Verkäufen zu machen. Denn falls eine Geräte-Generation mal nicht so gut laufen sollte, will man trotzdem eine stabile Einnahmequelle daneben haben. Und auch hier läuft die Entwicklung positiv. Das Services-Geschäft - also der Vertrieb von Software, Inhalten und Diensten - erreichte mit Einnahmen in Höhe von 16,9 Milliarden Dollar einen neuen Höchstwert. Vor einem Jahr wurden hier noch Umsätze von 13,3 Milliarden Dollar verbucht. Das Wachstum ist hier nicht so massiv wie in den Hardware-Segmenten, durch tendenziell eher längerfristige Abos aber dafür umso verlässlicher.

Die Verkäufe bescherten dem Unternehmen letztlich eine Steigerung des Nettogewinns von 11,2 Milliarden auf 23,6 Milliarden Dollar. Konkrete Prognosen für das laufende Quartal gibt es noch nicht. Konzernchef Tim Cook rechnet damit, dass die Chip-Engpässe den Umsatz um 3 Milliarden bis 4 Milliarden Dollar schmälern könnten. Vor allem die Macs und iPads dürften davon betroffen sein. Allerdings verfügt Apple als stets einer der größten Kunden bei den meisten Zulieferern natürlich auch über eine hohe Priorität, so dass es auch gut sein kann, dass die Entwicklung eher von den neu gestarteten Produkten wie dem M1-iMac und dem iPad Pro mit M1-Chip geprägt werden.

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