Microsofts nächste große "Prosumer"-Zielgruppe ist wohl die Familie

Von Witold Pryjda am 26.04.2021 16:59 Uhr
18 Kommentare
Der Redmonder Konzern hat in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Wandlung vollführt: Denn man hat sich vom etwas schwerfälligen Riesen in ein Unternehmen gewandelt, das vor allem dank Cloud und Abo-Diensten enorme Erfolge feiert - und nicht zuletzt auch "cool" ist.

"Prosumer" im Fokus

Microsoft hat vor einigen Jahren seinen Partnern einen Plan vorgestellt, wie man Consumer zurückgewinnen will. Damit ist jetzt aber nicht in erster Linie Windows gemeint, sondern Software und vor allem Dienste aus anderen Bereichen. Die zentrale Rolle spielte dabei das Kunstwort "Prosumer", eine Mischung aus Professional und Consumer. Mit solchen "professionellen Konsumenten" sind Nutzer gemeint, die bereits wissen, wie man Technologie einsetzt, das aber verbessern bzw. noch produktiver sein wollen.

Seither hat Microsoft auch diverse Produkte eingeführt, die sich an solche Prosumer richten. Das betrifft etwa Microsoft 365-Pakete, Teams-Funktionalitäten und auch Features von Microsoft Edge und natürlich auch Windows 10. Dabei funktioniert manches wirtschaftlich besser (allen voran die Microsoft 365-Pakete), manches schlechter.

Microsoft 365 - Neue Abo-Modelle für Office angekündigt
videoplayer
Wie ZDNet berichtet, will Microsoft nun aber seine Prosumer-Aktivitäten ausweiten. Demnach sind mehrere Stellenausschreibungen aufgetaucht, die darauf schließen lassen. Darin rücken insbesondere Familien in den Fokus.

In einer der Stellenausschreibungen heißt es etwa: "Die Familiendienste von Microsoft sind plattformübergreifend und berühren jedes Verbraucherprodukt, das Microsoft herstellt (einschließlich Xbox, Windows und Office-Apps). Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Familien zu helfen, organisiert zu bleiben und sie in einer Welt voller digitaler Geräte, Telefone, Spielkonsolen und Zugang zu jeder Art von Inhalten zu schützen."

Das dazugehörige Team nennt sich Modern Life Experiences (MLX) und ist vor allem im kanadischen Vancouver beheimatet. In den kommenden Monaten will sich MLX offenbar auf das Hinzufügen von Lernkomponenten konzentrieren. Was genau das sein könnte, ist derzeit aber nicht klar. Laut Mary Jo Foley kommen auch noch weitere Bereiche hinzu, darunter die Nische der Consumer-Finanzen. Hier plant man offenbar so etwas wie einen Chatbot, der Familien bei finanziellen Entscheidungen unterstützen soll.
18 Kommentare lesen & antworten
whatsapp
Jede Woche neu: Top-News per E-Mail
Verwandte Themen
Microsoft Corporation Office Cloud
Desktop-Version anzeigen
Hoch © 2021 WinFuture Impressum Datenschutz Cookies