ARM-Übernahme durch Nvidia schmeckt Großbritannien nicht

Von Nadine Juliana Dressler am 19.04.2021 19:50 Uhr
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Es gibt neuen Gegenwind gegen die Übernahme des britischen Unter­neh­mens ARM durch den US-Konzern Nvidia. Die britische Regierung hat Ein­wände bezüglich der nationalen Sicherheit und will jetzt in einem Ver­fah­ren die Auswirkungen prüfen.

Im vergangenen Herbst überraschte die Entscheidung, dass die US-Chip­firma Nvidia den Zuschlag zur Übernahme von ARM erhalten hat. Doch nun wird die Liste derer, die sich noch gegen den Deal stellen, immer länger. Nachdem schon die großen Mitbewerber, allen voran Google, Microsoft und Qualcomm, sich gegen die Übernahme ausgesprochen hatten, folgt nun ein "Stopp" aus der britischen Regierung. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Steht der 40-Milliarden-Dollar-Deal nun auf der Kippe?

Die britische Regierung wird demnach die Auswirkungen des Kaufs des britischen Chip­designers ARM Holdings durch den US-Konzern Nvidia auf die nationale Sicherheit hin prüfen, hieß es am Montag - womit der 40-Milliarden-Dollar-Deal nun tatsächlich auf der Kippe stehen könnte. Denn die Übernahme setzt die Genehmigung durch die zuständigen Behörden voraus.

Der britische Digitalminister Oliver Dowden bestätigte gegenüber Reuters, er habe eine sogenannte "Interventionsmitteilung" über den Verkauf von ARM durch die japanische SoftBank an Nvidia erlassen. "Als nächster Schritt und um mir zu helfen, die relevanten Informationen zu sammeln, wird die unabhängige britische Wettbewerbsbehörde nun einen Bericht über die Auswirkungen der Transaktion erstellen", sagte er. Nvidia reagierte in einer ersten Stellungnahme gelassen und ließ mitteilen, dass man bei dem Deal keinerlei wesentliche Probleme für die nationale Sicherheit sehe.

"Wir werden weiterhin eng mit den britischen Behörden zusammenarbeiten, so wie wir es seit der Ankündigung dieses Deals getan haben", schrieb Nvidia in einer Antwort an Reuters. ARM ist ein wichtiger Akteur in der globalen Halbleiterindustrie, einem Sektor, der für Tech­nologien von künstlicher Intelligenz und Quantencomputing bis hin zu 5G-Telekom­mu­ni­ka­ti­ons­netz­wer­ken grund­le­gend ist. Daher will die britische Regierung die Auswirkungen eines Zu­sam­men­schlus­ses mit dem US-Konzern genau prüfen.

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