Verlorene Geräte finden: Apple öffnet "Wo ist?"-App für Drittanbieter

Von Stefan Trunzik am 08.04.2021 07:55 Uhr
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Apple öffnet sein "Wo ist?"-Netzwerk ab sofort für Drittanbieter, um verlorene oder gestohlene Gegenstände mit Hilfe von iOS-, iPadOS- und macOS-Geräten zu orten. Die ersten kompatiblen Produkte kommen von Herstellern wie VanMoof, Belkin und Chipolo.

Konnten Apple-Nutzer die "Wo ist?"-App (engl. Find My) bislang nur für Geräte wie die Apple Watch, iPhones und Co. nutzen, stellt das US-amerikanische Unternehmen mit dem jüngsten Update ein auf Drittanbieter erweitertes Netzwerk vor. Mit Hilfe des neuen "Gegenstände"-Tab innerhalb der App können zusätzliche Produkte hinzugefügt werden, die Apple vorab über das "Made for iPhone"-Programm (MFi) zertifiziert und für die Ortung via Bluetooth und WLAN freigegeben hat. In einem ersten Schritt qualifizieren sich dafür vier Geräte der Firmen VanMoof, Belkin und Chipolo.

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Standortübersicht eigener Geräte...


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...und die Reaktion bei einem Verlust

Apple teilt seine Ultrabreitband-Technologie mit MFi-Partnern

Zu den aktuell kompatiblen Produkten gehören die E-Bikes VanMoof S3 und X3, die True-Wireless-Kopfhörer Belkin Soundform Freedom und der Bluetooth-Tracker Chipolo One Spot. Zusätzlich kündigt Apple den Entwurf einer Spezifikation für Chipsatzhersteller an, der es Herstellern in Kürze ermöglichen soll, die Ultrabreitband-Technologie des hauseigenen U1-Chips in Apple-Geräten für eine noch präzisere Standortbestimmung zu nutzen. Für eine klare Signalisierung der Kompatibilität werden zukünftig unterstützte Produkte zudem mit einem "Works with Apple Find my"-Symbol versehen.

Um vermisste oder gestohlene Apple- und Drittanbieter-Produkte über die "Wo ist?"-App zu finden, wird ein iPhone oder iPod mit iOS 14.3, ein iPad mit iPadOS 14.3 oder ein Mac mit macOS 11.1 Big Sur nebst einer Apple ID und der aktivierten Ortungsfunktion innerhalb des iCloud-Kontos benötigt. Zur Auffindung von Gegenständen werden dabei nicht nur die eigenen Bluetooth- und WLAN-Verbindungen genutzt, sondern auch die anderer Apple-Nutzer im so genannten Crowdsourced-Netz­werk. Laut Apple ist der gesamte Prozess Ende-zu-Ende verschlüsselt und anonymisiert.

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