Vertragsfertiger: Notebook-Engpässe werden sich weiter verschlimmern

Von Roland Quandt am 06.04.2021 16:14 Uhr
Die Coronavirus-Pandemie wird auch in den kommenden Monaten für massive Engpässe bei der Verfügbarkeit von Notebooks sorgen. Durch die enorme Nachfrage sei mit noch größeren Problemen bei Laptop-Komponenten zu rechnen, so ein Vertragsfertiger.

Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes berichtet, geht der auf Gaming- und Nischengeräte spezialisierte Notebook-Vertragsfertiger Clevo davon aus, dass man im zweiten Quartal 2021 weiter mit großen Problemen beim Einkauf von bestimmten Komponenten und Materialien rechnen muss.

Bauteile bleiben weiter ein großes Problem

Die Lage werde sich wohl noch verschlimmern, so das Unternehmen. Bisher versucht Clevo die Probleme vor allem durch die Umplanung seiner Produktionsabläufe und die Erhöhung der internen Vorräte an Teilen und Materialien in den Griff zu bekommen.

Clevo ist unter anderem der Vertragsfertiger hinter einigen Geräten der deutschen Marke Schenker und baut neben den eigenen Serien auch die Geräte diverser anderer Marken, darunter auch HP und Dell. Die in Folge der Coronavirus-Pandemie massiv gestiegene Nachfrage rund um mobile Computer hat für den Hersteller aber auch positive Folgen.

Das Unternehmen konnte im Jahr 2020 rund acht Prozent mehr Geräte absetzen und damit rund fünf Prozent mehr Umsatz erreichen. Insgesamt war für Clevo 2020 damit das beste Jahr seit fünf Jahren. Für das laufende Jahr geht man von einem noch stärkeren Wachstum aus.

Im Vergleich zum Vorjahr soll es im zweiten Quartal eine Verdopplung der Stückzahlen auf 450.000 Einheiten geben, vor allem weil im Markt für Gaming-Notebooks derzeit viele vorhandene Geräte durch neue Modelle ersetzt werden. Diesen Trend begründet Clevo mit der Verfügbarkeit neuer Grafikchips.

Für das gesamte Jahr erwartet Clevo, dass man rund 15 Prozent mehr Notebooks verkaufen kann. Selbst bei einer Abschwächung der Nachfrage im Zuge einer Normalisierung des Alltagslebens durch Impferfolge sei man weiter zuversichtlich, das angestrebte Wachstumsziel zu erreichen, so das Unternehmen.
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