Drittanbieter-Treiber bekommen eigenen Windows 10-Ordner

Von Nadine Juliana Dressler am 01.04.2021 10:43 Uhr
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Microsoft arbeitet seit einiger Zeit an Verbesserungen für nötige Treiber-Updates. Nun könnte auch die Verwaltung von Drittanbieter-Treibern vereinfacht werden, denn Windows 10 bekommt einen neuen eigenen "OEM"-Treiber-Ordner, der mehr Sicherheit bieten soll.

Das geht aus neuen Berichten der einschlägigen Windows-Blogs hervor. Microsoft hat bisher dazu nicht viel verraten. Mit dem sogenannten Sun Valley-Update von Windows 10 plant Microsoft, die Treiber von Drittanbietern außerhalb des System32-Ordners zu verschieben. Bisher befinden sich die Treiber in einem System32-Ordner, doch das hat sich in der Vergangenheit häufiger als Problem herausgestellt, falls es einen Bug aufgrund von Inkompatibilität gab. Häufig kamen Probleme auf, nachdem Treiber automatisch installiert wurden. Seit rund einem Jahr haben die Drittanbieter die Möglichkeit bekommen, die Treiber-Updates mit über die Windows-Update-Funktion zur Verfügung zu stellen.

Nach dem nächsten Feature-Update werden dann alle Drittanbieter-Treiber in einem neuen "OEMDRIVERS"-Ordner (C:\Windows\OEMDRIVERS) anstelle von DriverStore (C:\Windows\System32) installiert.

Windows 10 21H2
Ein neues Ordner-System für Drittanbieter-Treiber ist geplant

Neuer Platz für die OEM-Treiber

In einem Screenshot zeigt sich nun diese grundlegende Änderung. Wer eines der neuesten Preview-Builds als In-Place-Upgrade auf Windows 10 Version 21H2 durchgeführt hat, sollte diese Neuerung schon testen beziehungsweise ansehen können.

Der primäre Vorteil des neuen Ordnersystems soll die Sicherheit sein - wobei sich das sowohl auf die Stabilität des Systems als auch auf allgemeine Sicherheit im Bezug auf Schwachstellen bezieht. Derzeit kann man nur spekulieren, ob Microsoft mit der Änderung auch tatsächlich schnelle Verbesserungen bieten kann. Die Isolierung von Drittanbieter-Treibern soll in der Theorie Systemabstürze unter Windows 10 reduzieren und gegen Blue Screen of Death-Fehler wirken. Die Grundidee dazu wurde bereits in Windows 10X umgesetzt und ist daher schon länger bekannt.

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