Apple: Es gibt keinen AppStore-Zwang - baut doch Webseiten statt Apps

Von Christian Kahle am 26.03.2021 13:52 Uhr
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Der AppStore ist laut Apple keineswegs alternativlos, wenn Nutzer der iOS-Plattform an Services und Inhalte kommen wollen. Der Konzern ver­sucht andere Wege aufzuzeigen, um in aktuellen Wettbewerbs­un­ter­su­chun­gen den Eindruck eines Monopolisten loszuwerden.

Seit einiger Zeit steht das Unternehmen aufgrund seiner Plattform-Politik unter Beschuss. Denn man untersagt es den Anbietern von Apps, in ihren Programmen beispielsweise Zah­lungs­we­ge anzubieten, die am AppStore und seinen Provisionen vorbeigehen. Wer dies nicht befolgt, muss damit rechnen, nicht gelistet zu werden, wodurch die App auf iPhones und iPads gar nicht mehr genutzt werden kann. Damit, so der Vorwurf, missbrauche Apple seine beherrschende Stellung und zwinge andere Unternehmen dazu, eine Umsatzbeteiligung zu gewähren.

Apple-Vertreter versuchten in solch einem Fall nun aber in Australien den Eindruck zu wi­der­le­gen, dass es für die fraglichen Anbieter keine Alternative gäbe, berichtet ZDNet. Man ver­wies darauf, dass Services und Inhalte keinesfalls nur über den AppStore vertrieben wer­den können. Alternativ stünde immerhin die Möglichkeit zur Verfügung, die iOS-Nutzer ganz klas­sisch über das Web zu erreichen.

Es gibt Konkurrenz

"Das ganze Web steht ihnen zur Verfügung, iOS-Geräte haben darauf einen un­ein­ge­schränk­ten Zugang. Es ist für Nutzer nichts Un­ge­wöhn­li­ches, digitale Inhalte oder Dienste auf ei­ner Webseite zu kaufen und zu kon­su­mie­ren", heißt es in einer Stellungnahme des Unter­nehmens.

Darüber hinaus sieht Apple sich auch ge­gen­über den App-Entwicklern nicht in einer Mo­no­pol-Stel­lung. Der Konzern sehe sich immerhin einem scharfen Wettbewerb mit dem Konkurrenten Android ausgesetzt - und das eben nicht nur bezüglich der Nutzer, sondern auch wenn es um die Gunst der App-Entwickler geht. Apple sei hier darauf angewiesen, diesen eine gute Arbeits- und Geschäftsumgebung zu bieten, da der Erfolg der eigenen Plattform letztlich auch davon abhängt, ob die User die benötigte Software auf den Geräten finden.

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