Musk euphorisch, Tesla nicht so: Vor Autokauf mit Bitcoin wird gewarnt

Von John Woll am 25.03.2021 16:35 Uhr
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Seit gestern können Tesla-Kunden in den USA auch mit Bitcoin bezahlen. Der Firmenchef Elon Musk zeigt sich vom Start des Unterneh­mens ins Krypto-Zeitalter begeistert, in einem Hinweis werden Käufer aber sehr deutlich vor den Risiken gewarnt.

Mit Bitcoin bezahlen geht, laut Tesla ist das aber wohl keine gute Idee

Mit einem Investment von 1,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin hat Tesla den Höhenflug der digitalen Währung weiter beflügelt. Jetzt geht man den nächsten Schritt: Wie Firmenchef Elon Musk gestern mitteilte, können US-Kunden ab sofort alle Tesla-Modelle auch mit Bitcoin bezahlen. Ein Blick in die Geschäftsbedingungen zu Zahlungen mit der Krypto-Währung macht aber sehr deutlich, dass es selbst Tesla nicht für die beste Idee hält. Das Unternehmen spricht mehrere deutliche Warnungen aus.

Neben klassischen Hinweisen, wie auf die dringende Überprüfung des Betrags und in diesem Fall der Bitcoin-Adresse setzt das Unternehmen laut Electrek ein sehr großes Ausrufe­zeichen hinter das Thema Kursschwankungen. Der angezeigte Kaufpreis sei nur für sehr begrenzte Zeit gültig. Wird der Bestellvorgang wegen Fehlern unterbrochen, kann sich der Preis für dasselbe Produkt beim nächsten Versuch also deutlich ändern.

Tesla Cybertruck

Ein noch viel größeres Risiko wartet aber auf Käufer, die von Verträgen zurücktreten oder andere Rückerstattungs-Gründe anführen wollen. Tesla behält sich hier vor, abhängig von der Marktsituation entweder den exakten Bitcoin-Preis zurückzuzahlen, oder die Rückzahlung nach dem Kaufwert in US-Dollar vorzunehmen. "Sie haben kein Recht, die Art der Rückerstattung zu wählen", so die Geschäftsbedingung. Der Konzern betont, dass es in beiden Fällen zu einem deutlichen Wertverlust für den Käufer kommen kann.

Normale Hinweise

Tesla ist mit seinen Hinweisen zur Bitcoin-Zahlung dabei natürlich bei weitem nicht allein. Die starken Kursschwankungen der Währung bringen mit sich, dass sie beim Einsatz als Zahlungsmittel zwingend mit Warnhinweisen versehen werden muss. Bei aller Euphorie rund um die Währung zeigen sich hier dann auch wieder die kalten harten Fakten, die den Einsatz im Alltag aktuell wenig praktikabel machen.
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