Tesla stellt die Fahrzeug-Produktion in den Niederlanden ein

Von Christian Kahle am 19.03.2021 18:13 Uhr
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Die erste Fertigungs-Anlage des Autokonzerns Tesla in Europa wird ihren Betrieb einstellen. Im niederländischen Tilburg wurden seit 2015 ver­schie­de­ne Modelle montiert, was wegen ver­schie­de­ner Gründe nun nicht mehr passieren wird.

Konkret geht es dabei um die Model S und X, die zwar in den USA vorproduziert wurden, hier aber einer Endmontage für den europäischen Markt zugeführt wurden. 96 Beschäftigte waren bisher in diesem Bereich angestellt. Wie es für diese genau weitergeht, steht noch nicht fest. Es soll aber Verhandlungen darüber geben, inwieweit die Betroffenen in anderen Bereichen des Unternehmens weiter einen Job haben können, berichtet das Magazin NU.nl.

Denn die Endmontage ist letztlich nur ein kleiner Teil dessen, was Tesla in den Niederlanden tut. In Tilburg sind immerhin 540 Menschen tätig, in den ganzen Niederlanden 1.500. Das Unternehmen betreibt weiterhin eine Lackiererei, ein Lager für Ersatzteile und eine Werkstatt, in der gebrauchte Teile wiederaufgearbeitet werden, um sie einer Zweitverwertung zuzuführen.

Modell-Umbau erfordert andere Anlagen

Die Montage-Abteilung sorgte in den vergangenen Jahren für die Endfertigung mehrerer tausend Tesla-Modelle im Jahr. Allerdings kann die Arbeit in der bisherigen Form nicht weitergeführt werden, ohne dass zusätzliche Investitionen durchgeführt werden. Denn die beiden Modelle sind inzwischen in erneuerten Varianten auf dem Markt, für deren Fertigung die Anlage in den Niederlanden nicht hinreichend ausgestattet ist. Angesichts der Weiterentwicklung, die das Unternehmen seit der Einrichtung der Montage in Tilburg durchlief, lohnt sich das nun wohl nicht mehr.

Wie diese Arbeiten zukünftig organisiert werden, ist derzeit noch nicht bekannt. Möglich, dass die Fertigung vorerst komplett in den USA erfolgt. Sollte die Endmontage doch wieder direkt in Europa durchgeführt werden, wäre aber das neue Tesla-Werk in Deutschland wohl besser geeignet, da hier bereits die neuesten Fertigungssysteme aufgefahren werden.

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