Riesenausfall bei Microsoft Teams, Office, Outlook & Co; peinliche Folgen

Von Roland Quandt am 16.03.2021 12:03 Uhr
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Ein Teil von Microsofts Cloud-Diensten Azure und Microsoft 365 fiel gestern abend stundenlang aus, ebenso wie die Kol­la­bo­ra­ti­ons-Plattform Microsoft Teams. Dies hatte weit­rei­chen­de Fol­gen, denn unter anderem wurde die Premiere von Zack Snyder's Justice League verschoben.

Die Cloud - im Grunde genommen nichts anderes als Server-Verbünde in einem oder mehreren Re­chen­zen­tren - gilt gemeinhin als Allheilmittel, doch wenn einer der großen Plattformanbieter ausfällt, sind auch diverse andere Dienste betroffen. Bei Microsoft gab es gestern Abend einen sol­chen großen Ausfall, so dass nicht nur verschiedene Dienste, die Teil von Mi­cro­soft Azure und Microsoft 365 sind, down waren, sondern auch Microsoft Teams.

Teams war aber nicht der einzige Microsoft-Service, der von dem Ausfall betroffen war. Auch Microsoft Intune, PowerBI, Office Licensing, die Office-Webanwendungen, der Webmailer Outlook.com, Exchange Online, SharePoint Online, OneDrive for Business, Yammer, Microsoft Stream und Microsoft Forms waren stundenlang nicht nutzbar.

Fernwartung fürs Home Office: TeamViewer trifft Microsoft Teams
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Xbox Store ebenfalls von Downtime betroffen, Filmpremiere verschoben

Spielefans bemerkten den Ausfall auf Seiten von Microsoft ebenfalls, weil sie das Xbox Game Streaming und den Xbox Party-Chat nicht mehr nutzen konnten. Außerdem waren vorübergehend keine Käufe über den Xbox Store mehr möglich. Insgesamt dauerte der Ausfall rund vier Stunden, wirkte sich in manchen Fällen aber auch lange danach noch negativ aus.

So musste der Medienkonzern Warner die eigentlich für gestern Abend angesetzte Premiere des neuen Superheldenfilms Zack Snyder's Justice League um rund sechs Stunden verschieben, weil die über Microsoft Teams geplante Veranstaltung aufgrund des Ausfalls des Dienstes nicht zum ursprünglich vorgesehenen Zeitpunkt durchgeführt werden konnte.

Microsoft begründete den Ausfall seiner Dienste mit einer "kürzlich erfolgten Änderung an einem Autentifizierungssystem". Nach Angaben des Softwarekonzerns erfolgte nach Auftreten des Problems ein "Rollback" der Änderung, wofür jedoch mehr Zeit benötigt wurde als man erwartete. Erst in den Morgenstunden konnte Microsoft dann vermelden, dass das Problem "weitestgehend" beseitigt worden sei.

Es ist das erste Mal seit rund sechs Monaten, dass Teams und andere Microsoft-Services in einem solch großen Umfang von einem weltweiten Ausfall betroffen waren. Microsoft Teams wird derzeit von gut 115 Millionen Nutzern täglich verwendet und gewann in den letzten Monaten in Folge der Coronavirus-Pandemie zahllose neue Nutzer dazu.

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Update 17. März 2021: Mittlerweile gibt es erste Erkenntnisse, was zu dem Ausfall geführt hat. Mehr dazu in unserem Artikel 'Erste Erkenntnisse, was zum Riesenausfall bei Microsoft geführt hat'.
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