Nvidia gewinnt Prozess um Täuschung bei Kryptowährungs-Umsätzen

Von Nadine Juliana Dressler am 08.03.2021 12:31 Uhr
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GPU-Hersteller Nvidia hat eine etwas kuriose Sammelklage in den USA gewonnen, in der dem Unternehmen vorgeworfen wurde, die Herkunft seiner Umsätze zu verschleiern. Es ging dabei um Einnahmen durch Kryptowährungs-Miner.

Die Klage war ein wenig verworren und kurios. Anleger hatten sich zusammengetan und behaupteten, Nvidia würde die Herkunft der Umsätze in den Sparten Gaming und Krypto­währungen vermischen und so Aktionäre täuschen. Das würde zu einem unkalkulier­baren Risiko für die Anleger, hieß es in der Anklage vor einem US-Gericht. Zudem warf man dem Unternehmen neben Täuschung auch Betrug vor. Es ging dabei vor allem um den Umstand, dass Nvidia zeitweise stark wachsende Umsätze in dem Segment der Kryptowährungs-Miner gemeldet hatte. Die Sammelklage zielte darauf ab, dass Nvidia diese Umsätze dem Bereich Gaming zugerechnet habe, in dem Bereich Gaming aber gar nicht so stark gewachsen sei wie behauptet.

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Fragwürdige Umsätze über 1 Milliarde US-Dollar

Die Summe, um die es dabei geht, ist kein Pappenstiel: Nvidia-Investoren klagten, dass das Unternehmen bei Verkäufen über 1 Milliarde US-Dollar an Kryptowährungs-Miner geschummelt habe.

Die Kläger behaupteten weiter, dass etwa 60 bis 70 Prozent der Verkäufe von Nvidia in China, dem größten Markt, in den Jahren 2017 und 2018 an Miner gingen. Das allein wäre kein Problem, aber das Unternehmen wurde beschuldigt, das Ausmaß des Einflusses der Mining-Industrie auf seinen Erfolg vor Investoren geheim zu halten, indem es diese Verkäufe seiner Gaming-Sparte zuschrieb. Erst ab 2018 hatte Nvidia die Umsätze aus dem Mining von Kryptowährungen in seinen Geschäftsberichten einzeln aufgeführt.

Da es über die Jahre aber extreme Schwankungen auf dem Markt von Bitcoin und Co gab, fühlten sich die Anleger getäuscht und hatten Angst, ihr Geld zu verlieren. Es soll dabei auch zu Notverkäufen gekommen sein, daher gibt es auch Schadensersatzforderungen. Da das Gericht keine Hinweise auf die Anschuldigungen fand, wurde die Sammelklage nun abgewiesen.

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