Stadia-Chaos: Entlassungen verhindern das Patchen von Spielen

Von Johannes Schaller am 23.02.2021 18:05 Uhr
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Google stoppt die interne Spieleentwicklung und so wurde vor wenigen Wochen auch das gesamte Team der aufgekauften Typhon Studios ent­las­sen. Die Macher von Journey to the Savage Planet können nun ihr ei­ge­nes Spiel nicht mehr mit dringend notwendigen Updates versorgen.

Anfang des Monats gab Google bekannt, die komplette interne Spieleentwicklung zu stoppen. Der umstrittene Schritt hat allerdings nicht nur für die eigenen, sondern auch für die in den letzten Jahren aufgekauften Studios weitreichende Folgen. So können Entwickler nun ihre eigenen Spiele nicht mehr mit Updates versehen.

Als Google zum Stadia-Start im Jahr 2019 unter anderem die Übernahme der Typhon Studios bekannt gegeben hat, gingen mit dem Deal auch die Rechte an deren Spiel Journey to the Savage Planet in den Besitz des Internetriesen über. Der Titel wurde zuerst für PC und Kon­so­len veröffentlicht.

Der Letzte macht das Licht aus

Erst vor wenigen Wochen wurde das Sci-Fi-Aben­teu­er auch für Stadia veröffentlicht und ist kostenlos als Teil des Stadia-Pro-Abonnements erhältlich. Der Titel hat laut mehreren Berichten jedoch mit vielen Fehlern zu kämpfen. Ein­frie­ren im Hauptmenü oder plötzliche Abstürze wer­den hier genannt. Die Entwickler von Jour­ney to the Savage Planet haben momentan al­ler­dings ein noch schwerwiegenderes Problem: Sie können an der Behebung der Fehler in ih­rem eigenen Spiel gar nicht mehr arbeiten, da sie von Google entlassen wurden.

Für Nutzer, die den Titel gerne weiterhin via Stadia spielen möchten, bedeutet dies schlicht und ergreifend, dass niemand mehr da ist, der sie mit den nötigen Updates versorgen könn­te. Zudem gibt es für Betroffene keine Möglichkeit, die Fehlerbehebung eigenhändig vor­zu­neh­men, da sich bei einem Streaming-Dienst wie Stadia sämtliche Spieldaten auf ei­nem Ser­ver befinden.

Google kündigte unlängst an, sich in Zukunft auf Spiele externer Entwickler zu fokussieren. Aktuell sieht man sich allerdings auch mit einer Sammelklage konfrontiert, da das Un­ter­neh­men seinen Kunden wiederholt falsche Versprechungen im Hinblick auf eine native 4K-Auflösung der Spiele gemacht haben soll.

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