Microsoft stellt eine Lobbymacht auch in Europa hinter die "Link-Steuer"

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[o1] Alexmitter am 23.02. 08:35
+1 -
Der Feind meines Feindes ist mein Freund.
[o2] Krucki am 23.02. 08:49
+6 -1
Absolut unbegreifliches System. Warum sollte jemand für Links und einer "Inhaltsvorschau" bezahlen müssen? Die Verlage können doch froh sein wenn sie in der Suche auftauchen und somit mehr potentielle Leser anziehen.
Wenn sie wirklich tollen qualitativen Inhalt liefern, so wie sie es immer behaupten, dann haben sie doch nichts zu befürchten, vor ein paar rausgerissene Sätze zur Vorschau.
Müsste Google dafür nun bezahlen, wäre das so absurd, als wenn ein Werbelock nutzendes Unternehmen vom TV Sender Geld kassiert, weil es zur Programmfüllung beitragt.
[re:1] dahoood am 23.02. 09:02
+ -
@Krucki: Das Problem ist, dass die Views nicht als Werbung der Verleger gesehen wird. Es geht ja wie immer um Hits&Klicks. Wenn die zwar Views in einer Vorschau generieren, kommt die Aufmerksamkeit nicht den Verlegern zugute. Das wiederum senkt den "Marktwert" der geschalteten Werbung bzw. den Erfolg der Zeitung.
[re:1] pcfan am 23.02. 09:31
+1 -
@dahoood: Ist es nciht aber auch so gewesen, dass sich dei Verlage z.B. bei google News FREIWILLIG dafür angemeldet haben, dass google das verwenden darf?

Wer das nicht will, soll sich abmelden und gut ist.

Hinter einem Gesetz, das vorschreibt, dass es nicht ohne Einwilligung genutzt werden darf (opt in) würde ich stehen.

Dass aber gezahlt werden MUSS, obwohl es ein freiwillier Service ist, ist Schwachsinn.
Niemand wird gezwungen das zu nutzen.
[re:1] dahoood am 23.02. 09:32
+1 -
@pcfan: Das weiß ich leider nicht im Detail. Aber wenn das so ist, dann sind die Verleger dämlich. Man hätte sicherlich auch ohne Gesetz eine gütliche Lösung aushandeln können :-D
[re:1] pcfan am 23.02. 09:35
+1 -
@dahoood: Mein Wissen ist auch nciht vollständig, aber ich glaube es war so, dass man sich für google news freiwillig angemeldet hat. Dann wollten die Verlage Geld dafür und google hat gesagt "Ne, dann nutz ich das Zeug halt nicht" und hat die Verlage rausgeschmissen.

DANN haben die Verlage festgestellt, dass der Traffic ins Bodenlose fiel und wollten plötzlich doch.

Nun wollen sie mit dem sogenannten Leistungsschutzrecht durchsetzen, dass google sie icht rauswerfen darf UND dafür noch zahlen muss.

Zumindest vereinfach ausgedrückt und nach meinem Verständnis. Die ganze Sache ist komplex und zu dämlich um sie richtig zu verstehen.
[re:2] dahoood am 23.02. 09:36
+ -
@pcfan: Haha, okay, deckt sich mit meiner Vermutung und Erinnerung. Siehe unten :-)
[re:2] Kirill am 23.02. 09:05
+ -
@Krucki: Theoretisch hast du recht. Praktisch haben es Firmen wie Google oder Facebook geschafft, dass sie von ihren Anhängern als DAS Onlineleben geführt werden. Gut, du wirst, wenn du was auf Google findest, dir die eigentliche Seite angucken, sie vll. mögen und abonnieren. Ich auch. Es gibt aber genug Leute, die dann auf Google bleiben.
[re:1] Krucki am 23.02. 09:13
+ -
@Kirill: @dahood: Ja die Argumentation verstehe ich auch. Die Menschen die sich aber mit den Satzsnippets bei den Links zufrieden geben und auf Google bleiben, die sind eigentlich doch eh nicht potentielle Leser von langen und fundierten Artikeln, die aufwendig recherchiert sind. Ich glaube kaum das die Verlage so Leser verlieren, sondern eher Menschen über den Tellerrand hinaus schauen und eventuell neue Zeitungen/Plattformen für sich entdecken können.
Umgekehrt ist es ja aber auch so, das wohl kein Mensch auf einen Link zu einem Artikel klickt, wenn nicht genug ersichtlich ist worum es geht.
Die Frage ist auch wo fängt eine Regelung zur Vergütung an und wo hört sie auf?
[re:1] dahoood am 23.02. 09:29
+1 -
@Krucki: Der entscheidende Punkt ist doch, dass Google, etc. Geld mit Artikel(-ausschnitten) verdienen und die Urheber noch nicht mal dazu kommen aus der eigenen Kreation einen Vorteil zu ziehen. Und das allein macht die Angelegenheit unfair. Eigentlich müsste es genauso ablaufen, wie bei Youtube, etc.
[re:1] pcfan am 23.02. 09:33
+ -
@dahoood: Den Punkt verstehe ich. Aber dann sagt man halt "Nein, du darfst meine Ausschnitte nicht verwenden" und gut. Wenn google es ohne Genehmigung verwendet, ist klar, dass es Strafzahlungen gibt.

Wenn es aber ein Optionaler Service ist, dann kann man doch nciht vorschreiben, dafür auch noch bezahlt zu werden.

Wer nicht will, lässt es.
[re:2] dahoood am 23.02. 09:35
+ -
@pcfan: So einfach ist das leider nicht mehr. Der Wettbewerb wurde dadurch bereits so sehr verzerrt, dass ein bloßes Zurückziehen nicht mehr so einfach funktionieren kann. Dass wäre in etwa so, wenn ein onlinehändler seinen Amazon-Marktplatz aufgibt und sein Umsatz um 20-30% einbricht. Sonst wäre das meines Erachtens kein Problem, dass diskutiert werden würde.
[o3] DRMfan^^ am 23.02. 10:56
+ -
Wie war das noch in Australien? Australien sagt "Ihr zahlt für Links" Facebook sagt:"Dann Sperren wir Meideninhalte auf unserer Plattform". Als nächstes wird die Presse weinen, dass sie viel weniger Views bekommen. So haben dann alle verloren: Die Nutzer kriegen weniger Inhalt, Facebook weniger Nutzungszeit und damit Werbeeinblendungen, die Zeitungen weniger Reichweite und damit weniger Geld und die Öffentlicheit weniger Journalismus. Klingt doch perfekt.
[re:1] dahoood am 23.02. 12:28
+ -
@DRMfan^^: Oder vielleicht geschieht auch folgendes abwegiges Szenario: Die Zeitungen jagen nicht mehr der Sensationslust der Facebook-User hinterher und schreiben wieder wirklich anständige Inhalte und die Leser kommen so wieder zurück. Das würde mich persönlich viel mehr freuen :-D
[re:1] DRMfan^^ am 23.02. 15:56
+ -
@dahoood: Die BILD-Zeitung gab es schon lange vor Facebook, das wird nicht passieren :D
[re:2] ChrisMaster am 24.02. 17:52
+ -
@dahoood: genau, vorher friert aber noch schnell die Hölle zu
[re:2] Vienesko am 25.02. 01:01
+ -
@DRMfan^^: Nein nein, da wird nicht geweint. Es wird einfach aus allen Rohren behauptet ("berichtet"), dass Google die Presse zensiert und so auch die Informationsfreiheit der Bürger massivst einschränkt. Da rotiert der Bildleser natürlich vor seinem Fliesentisch. Kann ja nicht sein...aber dass er gleichzeitig ohne die kostenlose Google Suche wahrscheinlich nichtmal eine andere Suchmaschine findet, ist dann egal.

In diesem Fall bin ich ganz klar bei Google. Alte Mediendinosaurier, die Jahrezentelange gerne selbst die Meinung der Menschen geformt und beeinflusst haben, haben es in den letzten 20 Jahren nicht geschafft, ein adäquates, digitales Gegenstück zur Printzeitung zu etablieren und sehen jetzt ihre Felle davonschwimmen. Und schuld daran ist natürlich das böse amerikanische Suchmaschinenunternehmen. Dass die Verlage immens von den kostenlosen Weiterleitungen der User durch Google profitieren, ist denen egal. Die sind sogar so dreist, dafür Geld zu verlangen. Das wäre so, also würde eines Tages ein Fremder vor meinem Laden auftauchen und kostenlos die vorbeiziehenden Bummler auf mein Geschäft aufmerksam macht. Und anstatt ihn dafür zu bezahlen - wie das überall anders selbstverständlich wäre - gehe ich nun zu ihm hin und verlange von ihm Geld dafür. Und das nur, weil der Laden gegenüber ein attraktiveres Sortiment verkauft als ich - ob der Fremde nun da steht oder nicht. Die freie Marktwirtschäft hätte das nun geregelt und mich aussortiert. Aber ich mach jetzt ein Gesetz....entschuldigung...lasse ein Gesetz für mich machen, was den Fremden dazu zwingt mich dafür zu bezahlen und wenn er dann lieber keine Werbung mehr machen möchte, sag ich jedem meiner Kunden, dass er an meiner Misere schuld ist...

So einige Journalisten und Medienhäuser sind schon allein durch ihr Gebaren im Job absoluter Abschaum aber diese Taktik ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten.
[re:1] DRMfan^^ am 26.02. 07:05
+ -
@Vienesko: Sehe ich etwas anders. Es ist ja nicht "ein Fremder", sondern Millionen. Die entsprechende Marktmacht ist natürlich potentiell kritisch als Meinungsmache. Ja, auch die Verlagshäuser machen das natürlich, aber da ist es nicht ein einziges großes Medienmonopol. Problematisch ist ja, dass ein Monopolmissbrauch bei Google schwer nachzuweisen ist, gerade bei personalisierten Ergebnissen.

Das alles sind aber Punkte, um die es den Medienhäusern gar nicht geht. Wenn sie ihr altes Modell digital beibehalten wollen, dann sollen sie sich hinter Paywalls verstecken und mal sehen, was draus wird. Ich mag das Konzept von Computerbase: Unahängiger Journalismus für alle entweder mit Werbung oder als Abo, aber für alle zugänglich. Journalismus lebt nicht nur von Reichweite (Werbeeinnahmen), Reichweite ist auch seine Existenzberechtigung. Wenn Journalismus hinter Paywalls stattfindet und nur einem kleinen Kreis zur Verfügung steht (effektiv, klar könnte sich jeder reinkaufen) ist das eher ein Geheimdienst als Journalismus.
[o4] MrKlein am 23.02. 12:23
+ -
Microsoft + EU gegen Google + Facebook, das wird spannend...
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