Telekom testet in Garching den ersten 5G Standalone-Standort

Von Nadine Juliana Dressler am 19.02.2021 21:26 Uhr
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Die Telekom startet den ersten Antennenstandort Deutschlands für 5G Standalone (5G SA). Die bisher deutschlandweit verwendete Technik heißt dabei 5G Non-Standalone (5G NSA). Die Telekom stößt damit Ver­änderungen an, um das Kernnetz von 4G auf 5G umzurüsten.

Der Startschuss für 5G Standalone ist jetzt in der Stadt Garching bei München gefallen. Es ist der Standort mit der neuen, innovativen 5G SA-Technologie. Die Telekom ist dabei seit längerem Vorreiter beim Wechsel auf 5G. Schon jetzt werden rund 68 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit 5G durch die Telekom versorgt. Die aktuell verwendete 5G-Technik setzt allerdings ein gleichzeitig verfügbares 4G-Netz voraus und kann dadurch im Grunde derzeit noch nicht eigenständig genutzt werden. Zudem wird erst mit 5G Standalone das volle Potenzial vom neuen 5G-Standard ausgeschöpft.

Telekom 5G

"Die jetzt installierte Antenne wird in Kürze an ein 5G Standalone-Kernnetz angebunden. Das Kernnetz wird über eine Cloud-Infrastruktur der Telekom realisiert. Kennzeichen von 5G Standalone ist es, dass auch die Infrastruktur im Kernnetz vollständig auf eine neue, cloudbasierte 5G-Architektur umgerüstet wird. Das ist die nächste Weiterentwicklung von 5G und auch Voraussetzung für neue Einsatzmöglichkeiten", erläutert die Telekom diesen nächsten Schritt.

Vorteile sollen schnell nutzbar werden

"Uns ist es wichtig, auch bei den weiteren Innovationsschritten von 5G ganz vorne dabei zu sein", sagt Claudia Nemat, Vorstand Technologie und Innovation bei der Telekom. "Damit unsere Kunden zukünftig die Vorteile von Technologien wie Network Slicing oder Edge Computing nutzen können, treiben wir die Entwicklung von 5G und seinen Features weiter aktiv voran." Die ersten Tests mit 5G SA führt die Telekom mit spezieller Entwicklungs-Software durch.

Ziel ist es, in den kommenden Wochen verschiedene Verbindungen und Anwendungen zu testen, die komplett eigenständig und ohne die Unterstützung von 4G funktionieren.

Siehe auch: 1257 Sender in vier Wochen: Telekom baut 5G im Eiltempo aus

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