RTX 3080 & Co.: Nvidia zwingt Notebook-Hersteller zur Transparenz

Von Stefan Trunzik am 08.02.2021 16:16 Uhr
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Um Kunden die Kaufentscheidung bei Gaming-Laptops mit GeForce RTX 3000 Mobile Grafikkarten zu erleichtern, wird Nvidia die Hersteller ab sofort in die Pflicht nehmen. Diese müssen ausführliche technische Daten bereitstellen, welche über die Leistung der GPUs informieren.

Während im Desktop-Bereich rund um die Grafikkarten Nvidia GeForce RTX 3060, RTX 3070 und RTX 3080 Klarheit herrscht, stehen Notebook-Käufer seit der Einführung der Ampere-GPUs vor einem Rätsel. Herstellern von Gaming-Laptops, wie zum Beispiel ASUS, Acer, Dell und MSI, steht die Möglichkeit offen, aus einer großen Bandbreite an variablen Taktraten und Leistungsaufnahmen (TGP) auszuwählen, um den Stromverbrauch, die Abwärme und somit auch die Performance entscheidend auf ihre Systeme anzupassen. Der Nachteil: In den meisten Fällen werden Käufer darüber nicht vorab informiert.

Nvidia GeForce RTX 3000 Mobile
Nicht in allen Laptops gleich schnell: Die mobile GeForce RTX 3080

Taktraten und Wattzahlen sagen mehr als tausend Worte

Bezeichnungen wie Max-Q und Max-P werden oft gestrichen, sodass es bislang schwer zu erkennen ist, wie viel Leistung sich wirklich hinter einem Notebook mit der GeForce RTX 3000-Baureihe verbirgt. Wie die Kollegen von The Verge berichten, empfiehlt Nvidia den Laptop-Hersteller nicht mehr nur eine transparente Kommunikation der GPU-Spezifikationen im Datenblatt, sondern verlangt diese nun explizit. Ein wichtiger Schritt, da alleine anhand der Nvidia GeForce RTX 3080 (Mobile) eine Taktraten- und somit möglicherweise auch Leistungs-Differenz von bis zu 37 Prozent zwischen der Low-End- und High-End-Variante erkennbar ist.

"Wir verlangen von den OEMs, dass sie ihre Produktseiten mit den Max-Q Tech­no­lo­gie­merk­ma­len für jeden GeForce Laptop aktualisieren, ebenso wie mit den Taktraten und der Leis­tungs­auf­nah­me - was die erwartete GPU-Leistung in diesem System kommuniziert", so ein Nvidia-Sprecher. Einige Hersteller sollen bereits damit begonnen haben, die technischen Daten diverser Gaming-Notebooks zu ak­tu­ali­sie­ren, darunter die taiwanischen Unternehmen ASUS und Gigabyte. Weitere Produzenten dürf­ten zeitnah folgen.

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