Twitch-Rekord: 356.000 Zuschauer mit Pokémon-Karten für 40.000€

Von Stefan Trunzik am 01.02.2021 15:01 Uhr
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Die beiden deutschen Streamer Trymacs und Papaplatte sorgten am ver­gangenen Wochenende für einen neuen Zuschauerrekord auf der Strea­ming-Plattform Twitch. Dabei wurde jedoch nicht gespielt, sondern das Öffnen von Pokémon-Karten im Wert von 40.000 Euro zelebriert.

Insgesamt 356.000 Zuschauer waren am Samstag live dabei, als Maximilian "Trymacs" Stemm­ler und Kevin "Papaplatte" Teller ein über 20 Jahre altes Base-Set aus Pokémon-Kar­ten öffneten, das die Streamer vorab zu einem horrenden Preis von 40.000 Euro erstanden hatten. Ein neuer Rekord unter deutschsprachigen Streamern auf Twitch, obwohl sich die Zuschauerzahlen auf zwei Kanäle mit gleichem Inhalt verteilt haben.

Der Einzelrekord wird somit weiterhin von Jens "Knossi" Knossalla und Rapper Sido gehalten, die mit dem prominent besetzten Angelcamp und dem Horrorcamp bis zu 330.000 Zu­schau­er parallel erreichen konnten.

Trymacs & Papaplatte Twitch-Events
Das Objekt der Begierde: Ein 40.000 Euro teures Pokémon Base-Set der 1. Generation

Der große Hype um die Pokémon-Karten und deren Openings

Die Kombination aus Pokémon-Nostalgie und Glücksspiel scheint auf Twitch in den letzten Wochen eine neue Dimension angenommen zu haben. Das Base-Set aus dem Jahr 1999 stellt dabei das bisherige Highlight dar. Das Ziel, den so genannten "Holo-Glurak" in diesem zu finden, wurde beim Öffnen von 30 Booster-Packs jedoch nicht erreicht. Diese Einzelkarte der ersten Generation wird derzeit allein für circa 50.000 Euro gehandelt. Sammelkarten, die einst Pokémon-Turniergewinnern überreicht wurden, erzielen bei Auktionen noch höhere Summen von bis zu 300.000 Euro.

Dem 40.000 Euro teuren Pokémon Base-Set soll am heutigen Montagabend ein weiteres Opening folgen. Für im Vergleich "günstige" 12.000 Euro hat Trymacs ein so genanntes Team-Rocket-Display erstanden, für dessen Enthüllung ebenfalls hohe Zuschauerzahlen erwartet werden. In den letzten Monaten stand Trymacs vor allem in Verbindung mit dem Sportspiel FIFA 21 in den Schlagzeilen, für dessen Ultimate-Team-Spieler er nach eigenen Angaben 17.000 Euro in FIFA 21 Coins investiert hat. Publisher EA steht aufgrund der mit Glücksspiel zu vergleichenden "Loot Boxen" schon länger in der Kritik.

Siehe auch:

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