Besserer Datenschutz: Apple kündigt Anti-App-Tracking für iOS an

Von Stefan Trunzik am 28.01.2021 07:55 Uhr
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Apple stellt das Thema Datenschutz mehr und mehr in den Mittelpunkt und kündigt für kommende iOS- und iPadOS-Versionen weitere Pri­vat­sphä­re-Funktionen an. Diese sollen Nutzern helfen, nicht ungewollt von Entwicklern über die eigene App hinaus verfolgt zu werden.

Anlässlich des heutigen Datenschutztages (28. Januar) gibt Apple den offiziellen Startschuss seiner neuen "App-Tracking Transparenz" bekannt, die im Frühjahr 2021 in die kommenden Versionen von iOS 14, iPadOS 14 und tvOS 14 integriert werden soll. Nutzer von iPhones, iPads und dem Apple TV haben somit die Möglichkeit, Apps daran zu hindern, ihr Nut­zungs­ver­hal­ten über diese hinaus zu beobachten. Das Anti-Tracking-Feature sollte bereits mit der Einführung von iOS 14 erscheinen, wurde dann jedoch verschoben, um Entwicklern ge­nü­gend Zeit für eine passende Umsetzung einzuräumen.

Apple Privacy Day
Mehr Datenschutz unter iOS...


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...inklusive Anti-App-Tracking

Neue "App-Tracking Transparenz" Teil der nächsten Beta

Apple wird den App-Tracking-Hinweis eigenen Angaben nach bereits in den nächsten Beta-Versionen der Betriebssysteme testen. Die Funktionsweise ist einfach: Beim Start einer App wird der Nutzer darauf hingewiesen, dass diese versucht seine Aktivitäten über die App und den Entwickler hinaus zu verfolgen. An erste Stelle besteht die Möglichkeit das Tracking zu unterbinden oder dieses zu erlauben. In den Datenschutz-Einstellungen soll es dann möglich sein, alle Apps einzusehen, die nach einer Tracking-Erlaubnis gefragt haben und die Auswahl der Optionen nachträglich zu ändern.

Bereits seit Dezember sind Entwickler unter iOS, iPadOS und Co. verpflichtet, neue und aktualisierte Apps mit einem so genannten "Privacy Label" zu versehen. Dieses soll Nutzer schon vor dem Download und der Installation darüber informieren, welche persönlichen Daten das dahinterstehende Unternehmen sammelt und zu welchem Zweck diese verarbeitet werden. Kurzzeitig wurde unter anderem Google unterstellt, App-Updates absichtlich zu verzögern, um der Integration des Labels weitere Wochen zu entgehen. Kurz darauf gab die Alphabet-Tochter diverse Aktualisierungen für den Januar bekannt.

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