YouTube: So viele Milliarden fließen an Künstler und ihr Umfeld

Von Christian Kahle am 27.01.2021 13:12 Uhr
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YouTube steht in gewissen Kreisen noch immer in dem Ruf, einseitig von den kreativen Arbeiten Dritter zu profitieren. Dem versucht die Chefin der Plattform jetzt mit Zahlen gegenüberzutreten, in denen man offenlegt, wieviel Geld man an Künstler überwiesen habe.

Wie Susan Wojcicki laut einem Bericht des US-Magazins The Verge erklärte, seien in den letzten drei Jahren insgesamt über 30 Milliarden Dollar von YouTube an Urheber und Rechteinhaber geflossen. Ein wichtiger Beitrag dazu waren die Kanäle, die in das Partnerprogramm eingebunden sind und direkt an den Werbeeinnahmen beteiligt werden. Deren Zahl habe sich allein im vergangenen Jahr verdoppelt.

Die Managerin rechnete weiterhin vor, welche Bedeutung YouTube inzwischen auch für die US-Wirtschaft als solches habe. Die Google-Tochter trägt demnach rund 16 Milliarden Dollar im Jahr zum Bruttoinlandsprodukt bei. Das entspreche der Wirtschaftsleistung von rund 345.000 Vollzeit-Arbeitsplätzen.

Probleme mit neuen Regeln

Wojcicki räumte ein, dass es durchaus auch vorkommen kann, dass das Unternehmen nicht angemessen auf das eine oder andere Problem reagiere. Entschuldigend verwies sie dabei aber auch auf die Größenordnung, in der alle Aktivitäten des Unternehmens stattfänden. Daher kann es manchmal vorkommen, dass einige Channel-Betreiber auch mit sanften Änderungen in den Nutzungsbestimmungen kollidieren und es zu Verwarnungen oder gar Sperrungen kommt. Hier will das YouTube-Management zukünftig versuchen, noch besser zu kommunizieren, um solche Fälle frühzeitig zu verhindern.

Die YouTube-Chefin verwies hier unter anderem auf gute Gespräche, die man mit dem Betreiber des Channels Penguinz0 geführt hatte. Dieser hatte für einige Aufregung gesorgt, als er eine Verwarnung öffentlich gemacht hatte. YouTube hatte ihm eine Verwarnung erteilt, weil ein älteres Video gegen relativ neue Bestimmungen verstieß. So etwas kann in einigen Fällen bis zur Sperrung eines Kanals gehen und vor allem für User mit großen Video-Katalogen ist es oft schwer, jede neue Regelung mit allen jemals hochgeladenen Inhalten abzugleichen.

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