Riot und Bungie gehen gemeinsam gegen großen Cheat-Anbieter vor

Von Christian Kahle am 12.01.2021 07:41 Uhr
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Wenn Konkurrenten sich zusammentun, muss einiges passiert sein. Die beiden Spiele-Anbieter Riot Games und Bungie ziehen jetzt gemeinsam vor Gericht. Das Ziel ihres Vorstoßes ist ein großer Anbieter von Cheating-Tools.

Die in Kalifornien eingereichte Klage der beiden Unternehmen richtet sich gegen GatorCheats. Der Anbieter offeriert den Zugang zu seinen Cheating-Tools für verschiedene Online-Games zu Preisen von 90 Dollar im Monat oder auch 500 Dollar für einen lebenslangen Pauschalzugriff. Die Produkte zielen dabei auf verschiedene Online-Games ab, unter anderem solche, die von den beiden klagenden Unternehmen entwickelt und bereitgestellt werden.

Riot und Bungie argumentieren dabei, dass GatorCheats mit seinen Applikationen bisher wahrscheinlich Einnahmen im fünf- bis sechsstelligen Bereich generiert hat, während den Klägern ein weitaus höherer Schaden entstanden sei. Wie hoch dieser genau ist, lässt sich allerdings im besten Fall nur grob schätzen, genaue Messungen sind kaum möglich. Das berichtet das Magazin Polygon.

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Verkauf ging weiter

"Cheating untergräbt die kompetitive Integrität eines Spiels und das Vertrauensverhältnis innerhalb der Community", erklärte ein Sprecher Riots. Das bedeutet, dass bereits bestehende oder potenzielle zahlende Nutzer abgeschreckt werden, wenn sie nicht mehr darauf vertrauen können, dass Mitspieler in einem Online-Game unter gleichen Voraussetzungen in den Wettbewerb treten, sondern schummeln können. Die Tools des Anbieters steigerten unter anderem die Zielgenauigkeit von Spielfiguren oder offenbarten Gesundheit und Ausrüstung des Gegners.

Die Anwälte der Spielefirmen hatten bereits im Vorfeld Kontakt zu GatorCheats. Der Anbieter zeigte sich im Zuge dessen reumütig und erklärte, die Cheating-Tools für die Games der beiden Unternehmen nicht mehr zu vertreiben. Sie wurden daraufhin auch von der Webseite entfernt. Allerdings sollen die Cheats über private Kanäle auf Discord und Telegram weiterhin verkauft worden sein.

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