Gaming-Angriff auf AMD: Intel nennt Details zu "Rocket Lake"-CPUs

Von Roland Quandt am 12.01.2021 02:27 Uhr
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Intel hat mit "Rocket Lake-S" die ersten Desktop-SoCs der 11. Gene­ra­tion der Core-Serie angekündigt. Der Konzern machte jetzt anlässlich der digitalen CES 2021 erste Ankündigungen, was Performance und andere Details der neuen Chips angeht.

Wie Intel im Rahmen einer digitalen Pressekonferenz bekannt gab, bringen die neuen Prozessoren der "Rocket Lake-S"-Familie eine im Vergleich zu den SoCs der 10. Generation um bis zu 19 Prozent gesteigerte Leistung mit. Durch die gesteigerte Single-Core-Performance sollen die Desktop-CPUs unter anderem für Gaming-Systeme attraktiv sein.

Intel Rocket Lake-S
Der Intel Core i9-11900K macht noch im ersten Quartal den Anfang für Rocket Lake-S

Intel versprach unter anderem, dass man mit der neuen "Cypress Cove"-Architektur der Rechenkerne höhere Leistung erzielen will, wobei auch die Anbindung in Richtung von Grafikkarten und anderer Hardware durch insgesamt 20 PCIe 4.0-Lanes schneller werden soll. Natürlich haben die neuen Chips in den meisten Fällen auch Intels neue, hauseigene Xe-Grafikeinheit an Bord, die eine um bis zu 50 Prozent höhere Performance mitbringen soll.

Intel Core i9-11900K mit acht Kernen und bis zu 5,3 Gigahertz

Im Fall des neuen Intel Core i9-11900K, der zumindest zum Start die Spitze der Modellpalette darstellt, will Intel Taktraten von bis zu 5,3 Gigahertz bieten, aber nur noch acht Rechenkerne. Dennoch soll die Performance insgesamt höher sein als beim letztjährigen Top-Chip Core i9-10900K. Die neuen "Rocket Lake-S"-CPUs sind nach Angaben des Herstellers abwärtskompatibel zu den Intel 400-Series-Chipsets, bringen aber mit der Intel 500-Serie auch neue Chipsätze mit sich.

Intel Rocket Lake-S
In Intels eigenen Benchmarks liegt man natürlich vor AMD

Um die erwartete Zunahme der Leistung zu untermauern, veröffentlichte Intel auch erste Benchmark-Ergebnisse, laut denen der neue Flaggschiff-SoC das Gegenstück von AMD, also den Ryzen 9 5900X, in bestimmten Spielen durchaus zuverlässig übertreffen kann. Im Schnitt nennt Intel in seiner Präsentation einen Performance-Vorteil von rund fünf Prozent, wobei die vom Hersteller genannten Leistungsmessungen mit einiger Vorsicht zu genießen sind.

Intel gibt an, dass die neuen "Rocket Lake-S"-Chips unter anderem den schnelleren DDR4-3200-Arbeitsspeicher unterstützen und gibt eine TDP von 125 Watt an. Außerdem ist von einem sogenannten "Energy Efficient Turbo" die Rede, wobei noch unklar ist, worum es sich dabei handelt.

In Sachen Verfügbarkeit spricht Intel weiterhin von einem Start "im ersten Quartal 2021", so dass Enthusiasten zumindest das Topmodell der Produktreihe ab Ende März erwerben können. Grundsätzlich handelt es sich bei den neuen "Rocket Lake-S"-Prozessoren noch immer um 14-Nanometer-Chips, auch wenn man eine Reihe von Verbesserungen aus der 10-Nanometer-Fertigung inzwischen auch in die Produktion der 14-nm-CPUs einfließen lässt.
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