Windows 10-Bug behoben, der erzwungene Neustarts verursachte

Von Nadine Juliana Dressler am 10.01.2021 14:37 Uhr
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Microsoft hat ein bekanntes Problem behoben, das dazu führt, dass Nutzer von Windows 10 Version 20H2 plötzliche, er­zwun­ge­ne Neustarts bemerkten. Der Bug behinderte zudem, dass der PC normal genutzt werden konnte.

Nun gibt es aber Abhilfe, wie das Online-Magazin Bleeping Computer berichtet. Das Problem zeigte sich bisher nur bei der jüngsten Windows 10-Version 20H2, dem Oktober Update. Nutzer meldeten vermehrte Abstürze und erzwungene Neustarts, die häufig in eine Boot-Schleife führten und so das Arbeiten unmöglich machten (wir berichteten).

Windows 10 Oktober 2020 Update: Die wichtigsten Neuerungen
Infografik Windows 10 Oktober 2020 Update: Die wichtigsten Neuerungen

Fehler im Systemprozess LSASS

Verantwortlich für den Bug ist ein Fehler in dem Systemprozess LSASS - dem Local Security Authority Subsystem Service. LSASS ist ein Windows-Prozess, der für die Durchsetzung von Sicherheitsrichtlinien und die Aktualisierung des Sicherheitsprotokolls sowie für die Bearbeitung von Benutzeranmeldungen, Kennwortänderungen und die Erstellung von Zugriffstokens verantwortlich ist.

Wenn dieser Prozess fehlschlägt, verlieren angemeldete Benutzer den Zugriff auf die Konten und der Rechner erzwingt einen Neustart. Probleme mit dem Anmeldeservice gab es schon häufiger, das Problem ist also ein alter Bekannter, der immer einmal wieder auftaucht.

"Dieses Problem wird durch doppelte integrierte Benutzerkonten verursacht, die während des Updates auf Windows 10, Version 20H2, mit denselben Sicherheitskennungen (SIDs) und relativen Kennungen (RIDs) erstellt wurden", erklärt Microsoft nun in einem Support-Dokument. Nach dem Bekanntwerden des Problems im November 2020 hat Microsoft außerdem eine Update-Sperre verhängt, um zu verhindern, dass betroffenen Geräten die Windows 10-Versionen 2004 oder die neuere 20H2 angeboten werden. Nun hat Microsoft diese Update-Sperre aufgehoben.

"Ab dem 7. Januar 2021 ist dieses Problem nun behoben und die Kompatibilitätssperre wurde aufgehoben, wenn Geräte die neuesten Feature-Update-Bundles und aktualisierte Medien verwenden", schrieb das Microsoft-Team im Windows Health Dashboard und weiter: "Bitte beachten Sie, dass es bis zu 48 Stunden dauern kann, bis Sie auf Windows 10, Version 2004 oder Windows 10, Version 20H2 aktualisieren können, wenn Ihr Gerät nicht von anderen Schutzmaßnahmen betroffen ist."

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