Zu hohes Risiko: Donald Trumps Twitter-Account dauerhaft gesperrt

Von Nadine Juliana Dressler am 09.01.2021 10:04 Uhr
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Die Plattform Twitter hat nach den erneuten Meldungen, die Noch-US-Präsident Donald Trump veröffentlicht hatte, seinen Account nun dauer­haft gesperrt. Hintergrund ist das "Risiko einer weiteren Anstiftung zur Gewalt".

Damit hat Trump nun keine Möglichkeit mehr, weitere Botschaften an seine teils gewalt­bereiten Anhänger über die Plattform Twitter zu verbreiten. Dort hat er immerhin mehr als 87 Millionen Follower, die seine Tweets über den Account @realDonaldTrump verfolgten. Die Maßnahme, den Account dauerhaft zu sperren, geht nun darauf zurück, dass sich Trump nach den Vorkommnissen rund um den Angriff auf das Kapitol nicht wirklich einsichtig zeigte. Trump hatte zwar in einer Rede die Gewalt und das Eindringen in den Sitz des US-Kongresses verurteilt, dann aber wiederum sich hinter seine Anhänger gestellt und weitere aufwieglerische Tweets verfasst.

Donald Trump-Memes

Gefahr weiterer Gewalt durch Tweets?

Zum einen schrieb Trump, dass die 75 Millionen großartigen amerikanischen Patrioten, die bei der Wahl für ihn gestimmt hätten, eine gewaltige Stimme haben, und sie nicht gering geschätzt oder in irgendeiner Form unfair behandelt werden dürften.

Erneute Planungen zu Attacken

Dann kündigte Trump an, dass er nicht an der Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden am 20. Januar teilnehmen werde. Laut dem Sender ZDF wertete Twitter die Kombination beider Tweets als geeignet, um Menschen zu gewalttätigen Akten zu inspirieren. Diese Einschätzung kommt nicht von ungefähr. Erste Aufrufe zu neuen Aktionen, unter anderem zu einer weiteren Attacke auf den Kongresssitz am 17. Januar, werden bei Twitter schon von Trump-Anhängern angeregt.

Twitter hat nun eine dauerhafte Sperre des Accounts beschlossen. Dauerhaft meint aber auch, dass der Konzern Trump vorerst keine Rückkehr zu Twitter unter einem neuen Account ermöglichen und neue Accounts stoppen will. Als Reaktion darauf hatte Trump angekündigt, eine eigene Plattform aufbauen zu wollen.

Die Twitter-Sperre wird dazu jetzt überaus heiß und kritisch diskutiert. Der Anstachelung seiner Twitter-Fans und allgemein seiner Anhänger hat aber auch noch eine zweite Konsequenz. Wie nun mitgeteilt wurde, wird ein zweites "Impeachment"-Verfahren, also ein zweiter Amtsenthebungsversuch gegen Donald Trump gestartet. Nancy Pelosi, demokratische Sprecherin des US-Abgeordnetenhauses, hatte bestätigt, dass, falls Trump nicht unverzüglich von sich aus zurücktrete, man ihn aus seinem Amt entfernen werde.

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