US-Sanktionen: Trump untersagt Handel mit acht chinesischen Apps

Von Tobias Rduch am 06.01.2021 19:01 Uhr
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Der US-Präsident Donald Trump hat in seinen letzten Amtstagen weitere Sanktionen gegen chinesische Konzerne verkündet. Bald haben US-Un­ter­neh­men keine Möglichkeit mehr, mit acht App-Anbietern aus China zu kooperieren. Hiervon ist auch der Bezahldienst Alipay betroffen.

Bei den betroffenen Diensten handelt es sich um AliPay, QQWallet, WeChat Pay, CamScanner, SHAREit, Tencent QQ, VMate sowie WPS Office. Das geht aus einem Bericht des Weißen Hauses hervor. Nach einer Frist von 45 Tagen wird es US-amerikanischen Firmen verboten sein, Verträge mit den entsprechenden China-Konzernen abzuschließen. Damit dürfen US-Unternehmen demnächst nicht mehr Alipay oder WeChat Pay als Bezahlmethode anbieten.

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Gefährdung der nationalen Sicherheit

Wie üblich wird die Entscheidung damit be­grün­det, dass die nationale Sicherheit der Ver­ei­nig­ten Staaten durch die chinesischen Un­ter­neh­men bedroht werde. Die genannten An­wen­dun­gen würden den Datenschutz der Nutzer ge­fähr­den und die gesammelten Informationen über US-Bürger mit der chinesischen Regierung teilen. Im vergangenen Jahr hatte die US-Re­gie­rung diesen Grund auch gegen den TikTok-Entwickler Bytedance verwendet.

Machtübergabe an Biden am 20. Januar

Am 20. Januar 2021 wird Donald Trump sein Amt an Joe Biden, den gewählten Nachfolger, abgeben müssen. Wie der neue US-Präsident mit den erlassenen Sanktionen umgeht, ist derzeit noch unklar. Es wäre denkbar, dass die Verbote wieder gelockert oder aufgehoben werden. Außerdem wäre es möglich, dass Trumps Entscheidungen von einem Gericht außer Kraft gesetzt werden. Das ist im letzten Jahr auch im Fall des TikTok-Verbots geschehen.

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