Telegram: Messenger bekommt kostenpflichtige Features und Werbung

Von Witold Pryjda am 23.12.2020 16:56 Uhr
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Der Messenger Telegram erfreut sich auch bei uns großer Beliebtheit, vor allem auch deshalb, weil dort eine große Anzahl unterschiedlichster Kanäle existiert. Doch für die Betreiber ist es jetzt an der Zeit, die Anwendung besser finanzieren zu können oder müssen.

Telegram hat sich in den vergangenen Monaten einen Ruf als Sammelbecken für allerhand merkwürdige Charaktere erworben, doch das würde dem Dienst unrecht tun, da eine überwiegende Mehrzahl in harmlosen Kanälen unterwegs ist bzw. den Dienst als ganz normalen Messenger verwendet. Dieser war bisher im Wesentlichen kostenlos nutzbar.

Und das soll auch so bleiben: Denn Telegram hat nun einige signifikante neue Features vorgestellt. Künftig wird es aber auch kostenpflichtig Neuzugänge geben. Das bedeutet also, dass keine derzeit frei nutzbare Funktion in eine kostenpflichtige umgewandelt wird.

Sprachchats

Wie Telegram in einem Blogbeitrag zum aktuellen Dezember-Update schreibt, kann nun jede Gruppe zu einem Sprachchatraum werden, der durchgehend aktiv ist. Sprachchats sind eine Erweiterung zum herkömmlichen Chat und sind von den Mitgliedern optional nutzbar. Man kann sie aber nicht mit Gruppenanrufen vergleichen, da Sprachchats flexibler sind: "Sie können als virtuelle Büroräume und Team-Meetings genutzt werden oder einfach nur für flüchtige Gespräche mit fremden Leuten." Sprachchats funktionieren auch auf dem Desktop, dabei werden Push-to-Talk-Keyboard-Shortcuts unterstützt.

Sprachchats sind sicherlich die größte Neue­rung, dazu kommen Stickerkonturen, die Un­ter­stü­tzung von SD-Karten bei Android sowie neuer Animationen auf dem Betriebssystem von Google und noch einiges mehr.

Die eigentlich interessante Neuankündigung hat Gründer Pavel Durov in einem Beitrag in sei­nem Telegram-Kanal bekannt gegeben: Denn ab nächstes Jahr wird der Messenger seine Mo­ne­ta­ri­sie­rungs­stra­te­gie und damit Werbung star­ten. Letztere soll aber alles andere als aufdringlich sein. Ziel des Ganzen soll vor allem sein, dass Telegram unabhängig bleiben kann.

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