Upgrade wird teuer: Xbox Series S bietet nur 364 GB freien Speicher

Von Stefan Trunzik am 05.11.2020 11:17 Uhr
24 Kommentare
Wer über die Anschaffung einer Xbox Series S nachdenkt, sollte direkt den Kauf der passenden SSD-Erweiterung einplanen. Laut ersten Be­sit­zern soll die durchaus günstige, aber laufwerklose Digital-Konsole le­dig­lich über 364 GB an freiem Speicherplatz verfügen.

Ab dem 10. November startet Microsoft mit der nächsten Xbox-Generation in Deutschland. Während die Xbox Series X weltweit ausverkauft ist, erfüllt die preiswertere Xbox Series S scheinbar nicht alle Ansprüche an eine Next-Gen-Konsole. Ein Grund warum sie weiterhin flächendeckend erhältlich ist und bereits im Preis gesenkt wurde ist vor allem die im Ver­gleich zur Series X deutlich geringere Leistungsfähigkeit und die nur halb so große 512 GB SSD. Von dieser bleiben zudem nur 364 GB zur freien Nutzung übrig, wie ein Besitzer der neuen Konsole auf Reddit schreibt. Der restliche Speicher wird vom Betriebssystem und dem "Quick Resume"-Feature benötigt.

Next-Gen-Konsole: Microsoft stellt die Xbox Series S ausführlich vor
videoplayer

Mit einer SSD-Erweiterung ist der Preisvorteil schnell vergessen

Microsoft geht zwar davon aus, dass Entwickler bis zu 30 Prozent kleinere Versionen ihrer Spiele für die Xbox Series S ausliefern werden, doch auch hier könnten AAA-Titel mit mehr als 100 GB auf dem Flash-Laufwerk Platz nehmen. Im schlimmsten Fall ist nach der In­stal­la­tion von drei bis vier Games der interne Speicher voll und der Griff zu einer Disk-Version von Spielen aufgrund des fehlenden Laufwerks nicht möglich. Wer mehr als eine Handvoll Titel auf der Xbox Series S lagern will, muss direkt ab Werk zu einer proprietären SSD-Er­wei­te­rung greifen, die den Speicher für etwa 240 Euro um einen Terabyte (1 TB) erweitert.

Das Bundle aus Xbox Series S und der aktuell einzigen Seagate-SSD schlägt mit circa 540 Euro zu Buche und übersteigt damit die Anschaffungskosten der Xbox Series X. Im Vergleich dazu bleiben von der 1 TB SSD der Series X knapp 800 GB und vom 825 GB Flash-Speicher der PlayStation 5 etwa 664 GB zur freien Verfügung übrig. Sony verzichtet im Gegensatz zu Microsoft auf ein exklusives Format und erlaubt es Spielern die PS5 mit kompatiblen PCIe 4.0-SSDs aufzurüsten. Diese werden sich preislich zwar kaum vom Speichermodul der Xbox unterscheiden, dafür aber von mehr als nur einem Hersteller angeboten.

Siehe auch:

Modell Xbox Series X Xbox Series S
CPU 8-Core AMD Zen 2 CPU @ 3.8GHz
3.6GHz w/ SMT Enabled
8-Core AMD Zen 2 CPU @ 3.6GHz
3.4GHz w/ SMT Enabled
Grafikprozessor (GPU) AMD RDNA 2 GPU
52 CUs @ 1,825 GHz
AMD RDNA 2 GPU
20 CUs @ 1,565 GHz
GPU-Leistung 12,15 TFLOPS 4 TFLOPS
RAM 16 GB GDDR6 RAM
10 GB @ 560 GB/s
6 GB @ 336 GB/s
10 GB GDDR6 RAM
8 GB @ 224 GB/s
2 GB @ 56 GB/s
Leistungsziel 4K @ 60 FPS, bis zu 120 FPS 1440p @ 60 FPS, bis zu 120 FPS
Speicher 1 TB PCIe Gen 4 NVME SSD
2,4 GB/sek unkomprimiert
4,8 GB/sek komprimiert
512 GB PCIe Gen 4 NVME SSD
2,4 GB/sek unkomprimiert
4,8 GB/sek komprimiert
Erweiterbarer Speicher 1 TB Erweiterungskarte
(entspricht exakt internem Speicher)
Kompatibilität Tausende abwärtskompatible, digitale Spiele für Xbox One, Xbox 360 und Original Xbox zum Start. Xbox One Gaming-Zubehör ebenfalls kompatibel.
Disc-Laufwerk 4K UHD Blu-ray Nur Digital
Display-Anschluss HDMI 2.1 HDMI 2.1
UVP 499,99 Euro 299,99 Euro
24 Kommentare lesen & antworten
whatsapp
Jede Woche neu: Top-News per E-Mail
Verwandte Themen
Xbox Series X Solid-State-Drive Seagate
Desktop-Version anzeigen
Hoch © 2020 WinFuture Impressum Datenschutz Cookies