Umweltbundesamt verhängt Bußgeld gegen Tesla in Millionenhöhe

Von Nadine Juliana Dressler am 01.11.2020 16:09 Uhr
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Einem Medienbericht zufolge droht dem E-Auto-Pionier Tesla Motors eine hohe Strafe in Deutschland, da das Unternehmen sich laut dem Umwelt­bundesamt nicht an eine Batterie-Rücknahmeverpflichtung hält. Tesla soll Einspruch eingelegt haben.

Es geht dabei um ein Bußgeld in Höhe von zwölf Millionen Euro. Das berichtet die Welt. Die Informationen dazu stammen demnach aus einem bei der US-Börsenaufsicht SEC einge­reich­ten Bericht mit den Geschäftszahlen des dritten Quartals 2020. Da heißt es, das "deutsche Umweltbundesamt (UBA) hat gegen unsere Tochtergesellschaft in Deutschland einen Bußgeldbescheid über zwölf Millionen Euro erlassen". Das Bußgeld soll in Zusammen­hang mit dem Gesetz zur Rücknahmeverpflichtung von Batterieprodukten stehen.

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Ungenügende Akku-Rücknahmeverpflichtung?

Tesla wird vorgeworfen, bisher nicht für die Rücknahme zum Beispiel von ausgetauschten oder defekten Akkus aus den Fahrzeugen gesorgt zu haben. Das betrifft vor allem solche Akku-Packs, die aus einem Unfallwagen stammen, also wenn es zu einem Ausbau des Akkus durch Dritte gekommen ist. Tesla hat laut dem SEC-Bericht Einspruch eingelegt, es ist aber nicht klar, wie sich das Unternehmen zu den Vorwürfen genau geäußert hat und inwieweit der Konzern nun den Forderungen des Amtes entgegenkommen wird.

Das Umweltbundesamt wollte dazu auf Nach­frage der Welt keine Stellungnahme abgeben, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt. Tesla hat auf eine Medien-Anfrage nicht reagiert. In der Mitteilung an die SEC hieß es lediglich, dass das Umweltbundesamt administrative Verpflicht­ungen einfordert. Tesla meldete in dem Geschäftsbericht an die Börsenaufsicht zudem, dass man nicht erwarte, dass es das Geschäft wesentlich negativ beeinträchtigen wird. Man habe Widerspruch eingelegt, da eine Rückgabe der Batterien sehr wohl möglich sei. Da aber nicht bekannt ist, was das Amt Tesla genau vorwirft, wird man nun abwarten müssen.

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