Amazon profitiert enorm von Corona, die Krise spült Geld in die Kasse

Von Witold Pryjda am 30.10.2020 09:09 Uhr
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Es war bereits länger klar, dass Amazon zu den Gewinnern von Corona zählt, schließlich blieb den Menschen monatelang nichts anderes übrig als von zu Hause aus einzukaufen - selbst wenn es streng genommen keinen Lockdown gibt. Das zeigen nun die Zahlen des Online-Händlers.

Für Amazon hatte die Pandemie allerdings nicht nur positive Auswirkungen, denn das Unternehmen musste aufgrund Covid-19 seinen sommerlichen Prime Day verschieben (von Juli auf Oktober). Dieser ist einer der größten Umsatzbringer Amazons, doch auch ohne das mittlerweile zweitägige Event (plus diverser Aktionen im Umfeld) liefen die Geschäfte des Konzerns aus Seattle bestens.

So konnte Amazon seinen Nettogewinn nahezu verdreifachen und vermeldete bei seinen jüngsten Quartalszahlen in dieser Kategorie 6,33 Milliarden Dollar. Im selben Quartal des Vorjahres waren es "nur" 2,13 Milliarden Dollar. Auch der Umsatz ist gestiegen, nämlich auf 96,1 Milliarden Dollar - hier betrug die Änderung 37 Prozent.

 Amazon ist die Nummer 1 in der Cloud
Infografik: Amazon ist die Nummer 1 in der Cloud

Das Kerngeschäft des Konzerns ist und bleibt hinsichtlich des Handels der Heimatmarkt, außerhalb der Vereinigten Staaten sind die Zahlen in der Regel nicht ganz so gut. Doch auch hier stellte die Pandemie eine Triebfeder dar: Denn Amazon konnte aktuell das zweite Mal in Folge schwarze Zahlen schreiben, bis vor kurzem dominierte hier außerhalb der USA nur das Rot.

Konkret konnte Amazon im zweiten Quartal 2020 ein Plus von 407 Millionen Dollar vermelden, vor einem Jahr war es ein Minus 386 Millionen Dollar. In den USA und Kanada ist das Versandgeschäft deutlich lukrativer, hier betrug der Betriebsgewinn 2,3 Milliarden Dollar (plus 76 Prozent).

Cloud wird immer wichtiger

Das Handelsgeschäft ist für Amazon aber nicht mehr das wichtigste Standbein, wie Microsoft erwirtschaftet man inzwischen mit der Cloud sehr viel Geld. Im Fall von AWS (Amazon Web Services) lautete der Umsatz 11,6 Milliarden Dollar (+29 Prozent) und der Betriebsgewinn 3,5 Milliarden Dollar (+56 Prozent).
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