Mehrheit der Deutschen lehnt gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice ab

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[o1] ThreeM am 26.10. 16:41
+8 -7
Ok Boomer... Selten passte diese Aussage so gut wie hier.
[re:1] bigspid am 26.10. 16:57
+7 -3
@ThreeM: OK Zoomer.

Nicht in jedem Job ist Home Office sinnvoll. Ein gesetzlicher Anspruch würde bedeuten, dass hier schon unterschieden werden muss, in welchen Berufen der Anspruch bestehen kann und wo nicht. Ein Sanitäter, Bandarbeiter, Bäcker usw. kann im Home Office nichts Produktives machen. Gesetze bergen aber die Gefahr, dass sie alles "platt walzen", also die feinen einzelnen Ausnahmen nicht beachten. ZB könnten die Callcenter für Notrufe im Home Office arbeiten, während die Sanitäter draußen unterwegs sein müssen, um nur mal ein offensichtliches Beispiel zu nennen.

"Gesetzlicher Anspruch" ist an der Stelle einfach der falsche Weg. Was deutlich sinnvoller wäre, sind staatliche Förderungen und das Schaffen von Anreizen. ZB steuerliche Vergünstigungen für das Unternehmen, für jeden Mitarbeiter im Home Office, genauso wie ein Anreiz für den Mitarbeiter daheim zu bleiben. Dann kann jedes Unternehmen in jeder Abteilung individuell entscheiden, welche Aufgaben dafür überhaupt qualifiziert sind.

Ich bin Anfang 30, seit Ende März im Home Office und lehne einen gesetzlichen Anspruch ab. Mein Job lässt sich zu 90% von einem beliebigen Schreibtisch aus machen, aber dafür bin ich auf Tester etc. angewiesen, die am Produkt oder an Prüfständen arbeiten und mich mit den Testergebnissen versorgen.
[re:1] bear7 am 26.10. 17:44
+6 -
@bigspid: ich verstehe nicht, wie der "gesetztliche anspruch" dich einschränkt (jetzt mal konstruktiv gefragt)?

Du hast doch die Wahl, wenn der Gesetzgeber sagt, "wahlweise darfst du von zuhause aus arbeiten" <- einfach auf Arbeit zu gehen
Wenn der Gesetzgeber es aber nicht stützt, kann der Arbeitgeber es dir untersagen "zuhause zu arbeiten"

Also ist ein Gesetz "mir Recht" doch lediglich eine Freiheit mehr für den Arbeitnehmer.

... das was viele "bemängeln" dass es dann Kollegen gibt, welche "schlechte Teamarbeit" machen oder eben keine Qualität mehr liefern ... die Sicherheit des Arbeitsplatzes ... das ist weniger ein politisches Konstrukt als ein persönliches. <- ich würde einen Mitarbeiter der "vorsätzlich" seine Arbeit nicht macht abmahnen, und wenn er "unfähig" ist zuhause zu arbeiten (weil es die Umgebung oder die Psyche zulässt, dann sollte er es nicht tun - hier steht aber das Gesetz nicht im Wege).

Dass wie du schreibst, der Metzger schlecht jetzt mal bei sich in der Küche das Schweinchen zerlegen kann oder der Erzieher seine Kidz einfach mal bei sich zuhause ziehen kann (gleichwie deine Stelle). Steht außer frage - genau diese Personen werden aber überhaupt nicht angesprochen.

> Aber womöglich habe ich was nicht bedacht und bin offen für deine Kritik

... leider habe ich oftmals das Gefühl, dass unglaublich viele Leute mitsprechen welche aber garnicht "betroffen" sind (jetzt nicht direkt dich gemeint, weil ich deine Betroffenheit nicht beurteilen kann). Aber wieso sollte ein Städter oder jemand der nen Arbeitsweg von 3km hat darüber entscheiden ob Diesel nun Verboten werden soll, wieso sollte ein ITler darüber entscheiden dürfen wieviel Pfleger und Erzieher verdienen und wieso sollten Sänger und Köche darüber entscheiden was ein Virus oder eine Pandemie ist?
Lassen wir Wissenschaft und Fachleute sprechen und betroffene darüber entscheiden???
[re:1] bigspid am 26.10. 18:08
+ -2
@bear7: Um auf deine Frage zu antworten: Der gesetzliche Anspruch schränkt den Arbeitnehmer nicht ein, sondern den Arbeitgeber. Was sollen denn Arbeitgeber in den von mir oben genannten Stellen dann machen?

Gesetzlicher Anspruch bedeutet, dass dann auch der Erzieher den Anspruch hat, außer eben die Berufsgruppe ist davon ausgenommen. Aber nicht jeder in einer Kita muss zwangsläufig immer da sein. Anreize Schaffen ist fast immer besser als nur eine Regelung zu erzwingen, da diese mehr Spielraum für die individuelle Gestaltung bieten.
[re:1] bear7 am 26.10. 18:12
+2 -
@bigspid: wer sagt denn sowas?
> also dass Berufe in denen es nicht möglich oder stark hinderlich ist in dem Gesetz mit aufgenommen werden? ... das macht weder sinn noch ist der Gesetzgeber "so blöd".
[re:2] bigspid am 26.10. 18:59
+ -
@bear7: Aber der Gesetzgeber muss eine passende, saubere Formulierung finden, die unanfechtbar und für alle gleichermaßen gültig ist. Das geht aber immer wieder in die Hose, weshalb der aktuelle Bußgeldkatalog für Verkehrsdelikte ungültig ist und jetzt wieder in Sprache ist das gesamte Ding zu kippen. Auslöser ist eigentlich ne Lappalie und Formulierungssache.
[re:3] bear7 am 26.10. 21:12
+3 -
@bigspid: aber genau da ist der Punkt wo ich an deinem Beitrag scheiter.

es gibt 2 Möglichkeiten:
1. Der Gesetzgeber stellt ein Gesetz auf die Beine das berücksichtigt das es Natürlich "Arbeitsfelder" gibt, wo ein Homeoffice ungeeignet ist sowie "Regressions-Möglichkeiten" für Faulenzer...

2. Der Gesetzgeber bringt ein Gesetz auf den Markt das "unpraktikabel" ist.

Wenn die Praktikabilität wie beim neuen Bußgeldkatalog fraglich ist, dann wird das Gesetz einfach gekippt <- FERTIG

also völlig entspannt.

Aber jetzt den "Gesetzgeber" von Grund auf "infrage" zu stellen, stell ich jetzt mal von Grund auf infrage.
[re:4] Ludacris am 26.10. 23:48
+1 -
@bigspid: dann hängt man eben ein "wo sinnvoll möglich" hinten dran und schon ist die Sache gegessen...
[re:5] bigspid am 27.10. 01:27
+ -1
@Ludacris: Und wer definiert das? Frag zwei Leute nach der Grenze was sinnvoll ist und du erhältst zwei unterschiedliche Aussagen. Mein Punkt ist nicht, dass ich einen rechtlichen Anspruch grundsätzlich ablehne, sondern dass das unmöglich sinnvoll definiert und umgesetzt werden kann. Wir müssen auch mal realistisch bleiben.
[re:6] Ludacris am 27.10. 02:11
+1 -
@bigspid: der gesunde Menschenverstand. Dass jemand im Einzelhandel, Lieferdienste, Rettung, Feuerwehr, Polizei, Krankenhauspersonal, Reinigungskräfte, Aufsichtspersonen in Kindergärten, Bestatter, Müll- und Wasseraufbereitung, E-Werke, Gaswerke und co nicht von zu Hause aus betrieben werden können ist wohl jedem klar. Aber jeglicher Bürojob kann von zu Hause gemacht werden. Ob Personal vor Ort vorhanden sein muss, hängt dann rein von der Tätigkeit ab.
[re:2] Link am 26.10. 17:56
+3 -1
@bigspid: "(Die Pläne) sehen vor, dass alle Erwerbstätigen, deren Tätigkeit von Zuhause aus ausgeübt werden kann, einen Anspruch darauf haben, ihren Arbeitsort an einer bestimmten Anzahl von Tagen im Jahr frei zu wählen."
Ein Sanitäter (der auch gar nicht in einem Büro arbeitet), hätte den Anspruch also nicht genauso wie alle anderen, bei denen das nicht funktioniert. Zweitens: die Möglichkeit seinen Arbeitsort frei zu wählen bedeutet auch, dass man sich entscheiden kann im Büro zu arbeiten.
[re:1] bigspid am 26.10. 18:13
+ -
@Link: Ich glaube wir zwei sind uns einig wie das zu interpretieren ist, aber lass mal jemanden mit Hilfe seines Anwalts einen schwachsinnigen Anspruch durch drücken...da sind dann plötzlich alle möglichen Aufgaben zum Teil von Zuhause aus ausübbar. Wenn der Arbeitgeber aber Steuern spart, indem er dich Zuhause lassen kann, wird der das für dich übernehmen, anstatt dich im Büro festhalten wollen. Dass möglichst viele bei Bedarf im Home Office arbeiten können, halte ich für sehr wichtig und unterstütze die Idee. Ich bin nur kein Fan von einer gesetzlichen Regelung, die ein Symptom anpackt, anstatt das Thema ab der Wurzel anzugehen: Flexibilität bei der Ausübung der Arbeit.
[re:1] Link am 26.10. 18:23
+1 -
@bigspid: Wenn die Arbeitgeber Steuern sparen, müssen das die Arbeitnehmer ausgleichen, insofern halte ich von solchen Steuersenkungen relativ wenig, davon gibts für Arbeitgeber wirklich genug.
Wie das Gesetz in der Praxis funktionieren wird, wird man sehen und ggf. Korrekturen machen müssen, das macht man praktisch ständig bei allen möglichen Gesetzen.
[re:2] bigspid am 26.10. 19:00
+ -
@Link: Ja richtig, auch der Arbeitnehmer braucht Anreize. Steuersenkungen sind das Dümmste was mir auf dir Schnelle eingefallen sind. Aber in einem wirtschaftlich orientierten Unternehmen läuft alles auf Kurz oder Lang auf die Bilanzfrage raus.
[re:3] der_ingo am 26.10. 20:49
+4 -
@bigspid: schade, dass zuerst der Unsinn von dir kommt, dass das ja gar nicht in jedem Fall ginge. Ja logisch, das ist doch völlig klar! Hältst du diejenigen, die da an einem Gesetz basteln, für so unglaublich dämlich, dass die solch einen grundlegenden Punkt nicht bedenken würden?

Es geht auch nicht darum, dass das nach Branchen irgendwie festgelegt werden sollte. Was für ein riesiger Moloch wäre das, wenn das jetzt so festlegen würde? Niemand will das.

Es geht doch ganz einfach nur um etwas mehr Recht für den Arbeitnehmer. Wenn mein Arbeitgeber mir sagt, dass Homeoffice für meinen Job nicht möglich ist, dann muss er das mit solch einem Gesetz in Zukunft sinnvoll begründen. Aktuell sagt er einfach Nein und der Arbeitnehmer hat sich zu fügen. Das ist unfair, denn der Arbeitgeber ist meist in der besseren Position.
Es geht nur um die Begründung. Das geht ganz einfach beim Bäcker, falls da tatsächlich jemand meint, er wollte dieses Gesetz in Anspruch nehmen: der Backofen steht nun einmal in der Backstube, damit geht für diesen konkreten Job kein Homeoffice. Kein Gericht der Welt würde sich damit beschäftigen und dem Bäcker ein Recht auf Homeoffice erteilen.

Warum sollte es dafür stattdessen Förderungen geben? "Förderung" heißt, dass die Allgemeinheit die Firmen dafür bezahlt, dass sie letztlich Geld sparen. Das ist Unfug!

Auch mit einem Recht auf Homeoffice kann ein Unternehmen ganz individuell entscheiden, wo Homeoffice möglich ist und wo nicht. Es darf aber die Mitarbeiter nicht einfach - wie aktuell - mit einem schlichten, grundlosen Nein abbügeln. Und das sehe ich schon als großen Schritt nach vorne an.

Ich bin übrigens noch etwas älter als du, seit Anfang April im Homeoffice und seitdem vielleicht fünf oder sechs Mal im Büro gewesen, weil ich Geräte vor Ort brauchte. Vorher war das so nicht möglich. Vorher hat es der Arbeitgeber einfach nicht angeboten. Brauchte man gar nicht nach zu fragen. Inoffiziell innerhalb der Abteilung hatten wir zwei Homeoffice-Tage im Monat. Das hat man halt genutzt, wenn es nicht anders ging. Es brachte einem ja nicht viel.

Aber seit Corona? Herrlich! Ich mach in Zukunft gerne wieder einen Bürotag alle zwei Wochen oder zur Not einmal die Woche. Aber alles, was drüber hinaus geht, kann ich mir kaum noch vorstellen. Jeden Tag wieder die Zockelei ins Büro, obwohl ich zu Hause viel mehr Ruhe und Konzentration hab? Nur weil der Arbeitgeber mir völlig ohne Grund "isso" sagt? Nee, sorry.
[re:2] DON666 am 26.10. 16:57
+5 -2
@ThreeM: Naja, viele von denen, die "dagegen" sind, finden es wahrscheinlich einfach nur scheiße, dass sie für ihren Job nach wie vor jeden Morgen früh raus und bei jedwedem Wetter zur Arbeitsstelle hin- und zurückmüssen, während andere - bei sicher gleichem Gehalt wie vorher - entspannt mit dem Arsch zu Hause bleiben und sich nur obenrum was anziehen brauchen...

Obwohl ich sicher eher zu den potentiellen Nutznießern von Home Office gehöre, kann ich zumindest die Sichtweise durchaus irgendwie nachvollziehen.

So verunglimpfende Kampfbegriffe wie "Boomer" helfen bei so einem Konflikt auch nicht wirklich weiter.
[re:1] skrApy am 27.10. 06:52
+2 -
@DON666: sehe ich genauso, dass meistens Neid oder drohende Langeweile derer die kein Homeoffice machen können. Und das ist wie hier die Mehrheit. Augen auf bei der Berufswahl. Könnte k***** wenn andere einen permanent vorschreiben wollen wie man zu arbeiten hat (meistens Menschen in Positionen die nichts zu sagen haben)...
[re:2] ThreeM am 27.10. 12:53
+1 -
@DON666: Ich kann es schon nachvollziehen. Aber wieso kann man anderen nicht einfach mal was gönnen? Dieses "Ich kann nicht, also sollen es andere auch nicht haben" find ich irgendwie seltsam. Ich bin im Homeoffice wesentlich produktiver als im Büro und ich würde es begrüßen.
[re:1] luminous am 27.10. 13:34
+ -
@ThreeM: Darüber gibt es aus den USA bereits Statistiken. AN sind im Home Office erheblich produktiver, aber das Zuckerbrot und Peitsche-Prinzip funktioniert nicht mehr...
[re:2] DON666 am 27.10. 13:57
+ -
@ThreeM: Klar, also ich persönlich sehe das genauso wie du. Ich wollte lediglich sagen, dass ich bei Manchem durchaus den Gedankengang nachvollziehen kann, was ihn/sie daran stören könnte.
[re:3] caZper am 26.10. 18:16
+1 -
@ThreeM: Wegen 9% Unterschied, bei denen die es begrüßen, passt die Aussage "Ok Boomer" hier so gut wie nie zu vor ? Kann dein Urteil persönlich nicht nachvollziehen.
[o2] EndlessGeR am 26.10. 17:33
+1 -7
Ach ja HomeOffice.... Ich kann den Widerstand verstehen. Im Bekanntenkreis sind mehrere die gerade "HomeOffice" machen und auch bei uns auf Arbeit sind einige. Es ist einfach ein Hohn welch "Leistung" dabei rum kommt. Und das muss dann von allen getragen werden. Und das wird mit Sicherheit bei vielen sein, dass die kein Bock drauf haben auf dieses faule Pack
[re:1] lazsniper2 am 26.10. 17:37
+2 -1
@EndlessGeR: kompletter irrsinn! über 80% arbeiten im homeoffice wensetlich effizienter ... der weg zur arbeit entfällt, und damit negative gefühle evtl sogar bei manchen ... ich schaffe in 60 minuten homeoffice das gleiche pensum wie in 5 stunden im "richtigen" büro. denn im büro ruhen sich die leute aus....
[re:1] EndlessGeR am 26.10. 17:42
+2 -5
@lazsniper2: Natürlich, ihr reißt da richtig! Das behauptet der Bekanntenkreis auch immer, mit einem lächeln auf den Lippen. HomeOffice ist die Lizenz für Müßiggang, jeder im HomeOffice würde natürlich das Gegenteilige behaupten, die Hand die ein Füttert und so.
[re:1] lazsniper2 am 26.10. 18:26
+3 -
@EndlessGeR: ich bin unabhängig von einem AG, ich bin selbstständig. arbeite aber am homeoffice-pc wesentlich besser als am arbeitsplatz in meinen geschäftsräumlichkeiten. einzelfall? glaube nicht - ich arbeite für mich, wenn ich nix tue verdiene ich auch nix ;) .
[re:2] danieltapoka am 26.10. 19:05
+2 -
@EndlessGeR: Wieso so entstirning? Du weißt genau, dass "Alle im Büro sind produktiv" und "Alle im Home-Office sind faul" nicht stimmt. Warum diese binäre Betrachtungsweise?

Ich arbeite seit zehn Jahren von zu Hause aus und mein Kundenstamm (selbstständig) wächst stetig. Warum sollten diese dummen Kunden sich so einen Faulenzer wie mich aussuchen, wenn sie anderswo viel bessere Leistung bekommen? Warum überlässt du nicht dem Markt die Auswahl? Diese einseitige Sichtweise auf die Welt steht dir nur selbst im Weg und hat keinerlei Nutzen.
[re:3] sunrunner am 27.10. 07:46
+2 -
@EndlessGeR: Kann ich leider auch nicht bestätigen. Ich bin Softwareentwickler, das ist nunmal ein reiner Schreibtischjob. Auf der Arbeit sitze ich mit 6 Kollegen im Büro. 3 Davon sind der IT-Support.
Ständig wird da gequatscht, sich über die Kollegen aufgeregt und es kommen Supportanrufe rein. Headsets oder Kopfhörer sind bei uns in der Firma verboten.
Also Arbeiten wir 3 Entwickler den ganzen Tag, 8-10 Stunden "still" vor uns hin und haben als einzige Geräuschkulisse die Gespräche des IT-Supports.

Nun zu meinem Homeoffice: Ich kann zuhause meinen PC nutzen um mich per VPN zu unseren Servern zu verbinden, kann mein Headset aufsetzen, musik hören und "in Ruhe" für mich arbeiten. Keine Ablenkungen, keine Kollegen die Stören.
Meine Produktivität ist dadurch nicht auf einmal 500% so gut, aber ich bekomme pro 1-2 Stunden ca. 50% mehr geschafft als im Büro selbst.

Das muss nicht bei allen so sein und es wird auch die von dir angesprochenen Schwarzen schafe geben, die sich zuhause nen Faulen machen, aber das fliegt im normalfall schnell auf und dann hagelt es Kündigungen oder Mahnungen.
[re:4] Odi waN am 27.10. 08:58
+ -
@EndlessGeR: Im HomeOffice kann man sehr wohl besser arbeiten. Hier hat es sich eingeschlichen das man die Mitarbeiter einfach penetriert, wir sind nur ein kleines Unternehmen. Alltag im Büro ist aber eher dieser hier: Bekommst eine Mail von einem Mitarbeiter, direkt wird zum Hörer gegriffen "hast du meine Mail bekommen", ja habe ich moment ich lese mal schnell. Dabei macht man vll. etwas was man sich die ganze Woche vorgenommen hat und am Ende sitzen dann alle da ich komme zu nix, weil hier und dort und das..... Im HomeOffice einfach Telefon aus und abarbeiten in Ruhe, übrigens wenn man nicht sofort ans telefon geht wird auch der Gang ins Büro in Kauf genommen nur um zu fragen ob die Mail angekommen ist. ;) Das ist leider nicht ausgedacht sondern Alltag hier.
[re:2] caZper am 26.10. 19:56
+ -1
@lazsniper2: Das ist nicht kompletter Irrsinn. Wir haben bei uns auf Arbeit die selbe Erfahrung wie EndlessGeR gemacht. Und zwischen komplett (alle,vollkommen,vollständig) und 80% liegen immer noch 20%, auch wenn ich die von dir genannte Studie oder Umfrage nicht kenne.
[re:2] HeadCrash am 26.10. 17:44
+6 -
@EndlessGeR: Das "faule Pack" mag es geben, aber das ist dann im Büro genauso faul. Da gibt es genügend Mittel und Wege, sich vor der Arbeit zu drücken. Ansonsten ist es ein Irrglaube und auch schon zu genüge widerlegt, dass Menschen im Homeoffice weniger oder weniger effizient arbeiten. Ich kenne auch einige Kollegen, die im Büro wesentlich weniger effizient arbeiten, weil sie viel öfter gestört und aus der Arbeit gerissen werden.

Es hat alles seine Vor- und Nachteile und die Mischung aus beidem macht für mich am meisten Sinn. Eine flexible Regelung, bei der Mitarbeiter, wenn es sich gerade besser anbietet, im Homeoffice bleiben (z.B. weil man zwischendurch einen Arzttermin hat oder ein wichtiges Paket oder eine größere Speditionslieferung erwartet) und ansonsten ins Büro fahren, ist wohl die gewinnbringendste Situation. Zumindest meiner Erfahrung der letzten 12 Jahre nach.
[re:1] nacl89 am 26.10. 18:38
+ -2
@HeadCrash:

Es gibt die Personen, welche aus Abschluss, Einstellung zur Arbeit, Wohlwollen dem Unternehmen gegenüber es so sehen, dass sie auch im Homeoffice mehr leisten oder genau so viel wie auf Arbeit. Aber es gibt auch das Gegenteil. Dies sind laut meiner Erfahrung leider in der Mehrheit.

Ansonsten nur Fachkräfte, wo keiner über Urlaub, Pause, Wünsche, Wochenende, krank et cetera redet. So stelle ich mir motivierte Arbeitskräfte vor. Besonder augenscheinlich wird dies in Berufen des öffentlichen oder staatlichen Dienstes, welche vorwiegend Schreibtischarbeit haben. Also Belohnung bekommen sie mehr Geld, mehr Rente und können sich körperlich schonen. Soviel zu Gerechtigkeit. Die meisten von denen sind sowas von verlogen.
[re:1] HeadCrash am 26.10. 19:27
+1 -
@nacl89: Ich habe jetzt leider nicht alles ganz nachvollziehen können, aber ja, es gibt immer solche und solche. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass jemand, der grundsätzlich sehr wenig Motivation an den Tag legt, im Büro keine bessere Motivation haben wird als im Homeoffice. Die Person wird im Büro vielleicht beschäftigt aussehen, aber genauso nach acht Stunden den Griffel fallen lassen und nichts oder sehr wenig tatsächlich geschafft haben. Und da man nach dem deutschen Arbeitsgesetz auch nur zur Anwesenheit verpflichtet ist, lässt sich da auch nur bedingt gegensteuern.

Öffentliche Bereiche halte ich für ein schlechtes Beispiel, da ich dort - bis auf SEHR wenige Ausnahmen - noch nie wirklich motivierte Mitarbeiter oder auch nur eine "normale" Arbeitsgeschwindigkeit gesehen habe. Als Berater hab ich ziemlich häufig mit öffentlichen Anstalten (Polizei, Justiz, zentrale Landes-IT etc.) zu tun. Und allen habe ich bisher dasselbe gesagt: ich würde mich erschießen, wenn ich dort arbeiten müsste, denn deren Arbeitsgeschwindigkeit lag unter dem, was ich mir für meine Rente wünsche.
[re:3] chillah am 26.10. 20:38
+ -
@EndlessGeR: Keine Ahnung, was du so schaffst, aber wenn ich keinen Bock auf Arbeit hab, dann kann ich mich auch göttlich im Büro "ausruhen". Der Trick ist einfach, man muss nur etwas können, was die anderen nicht können und die nötige Leistung dafür schlecht einzuschätzen ist. Um das Karma aber nicht voll gegen die Wand zu fahren, sollte die Arbeit dann doch am Ende des Tages, ob im Home-Office oder im Büro, geschafft sein. Nur kaputt machen werde ich mich sicher nicht, dafür hab ich mich nicht erfolgreich durch Schule und Studium gewunden.
[o3] HeadCrash am 26.10. 17:40
+2 -
Hm, merkwürdiges Ergebnis. Das Recht zu haben bedeutet ja nun nicht, es auch zu nutzen. Und selbst ohne den rechtmäßigen Anspruch auf Homeoffice, steht es Arbeitgebern nach wie vor frei, den Mitarbeitern dieses Recht einzuräumen.

Insofern "bestraft" man mit dem Ablehnung aufgrund der möglichen Ungerechtigkeit (die es ja de-facto gar nicht gibt) die Personen, die mit Homeoffice Ihre Lebenssituation besser auf die Reihe bekommen. Das könnte man ebenso als Ungerechtigkeit betrachten.
[re:1] sunrunner am 27.10. 07:51
+ -
@HeadCrash: Das Problem ist, dass man damit den Arbeitgeber in eine unschöne Situation zwängt. Denn dieser MUSS laut Arbeitnehmerschutzgesetz dafür sorge leisten, dass dein Arbeitsplatz zuhause genau so Arbeitssicher ist, wie der auf der Arbeit.
Wenn nun auf einmal die ganzen Firma ihren Anspruch geltend machen möchte, bedeutet das für den AG ein riesen Probem.
Oder es führt unter den Kollegen zu streit, weil der eine evtl. einen reinen Bürojob hat (z.b. ich als Entwickler) mein Kollege am Schreibtisch gegenüber ist jedoch IT-Support.
Er erledigt auch 80-90% seiner Arbeit per Remotesupport, muss aber immer mal wieder zum Kunden/Mitarbeiter und kann daher kein Homeoffice machen.
Aktuell haben wir die Regelung, dass HO Tage nach Absprache gemacht werden können. Wir haben dafür einen neuen Vertrag unterzeichnet, der den AG davon entbindet uns einen Arbeitsplatz zur verfügung stellen zu müssen. Wenn es jetzt aber Gesetz wird, dann könnte auch unser IT-Supporter das recht einklagen mit der begründung, dass sollte er in die Firma müssen, könnte er ja dann dahin fahren. Aber Mehrheitlich ist sein Platz ja am PC....
Es ist nicht einfach, das so zu definieren, dass es für alle gleich passt.
[re:1] HeadCrash am 27.10. 08:12
+ -
@sunrunner: Das mit dem Arbeitsschutzgesetz halte ich für Wunschdenken und das wurde auch die letzten Jahrzehnte in denen es Homeoffice gab noch nie praktiziert. Ich habe schon als ich noch im Kaufhof in der IT gearbeitet habe vor gut 20 Jahren Homeoffice-Arbeitsplätze mit eingerichtet, bei denen vom Kaufhof z.B. der Internetzugang und Hardware für den VPN-Zugang gestellt wurde. Da waren Homeoffices im Wohnzimmer oder in irgendeiner Raumecke eingerichtet, die nicht weiter vom Arbeitsschutz und Ergonomierichtlinien entfernt hätten sein können. Trotzdem hat es meines Wissens rechtlich nie irgendwelche Probleme oder Konsequenzen gegeben. Und Du schreibst ja selbst, dass es Möglichkeiten gibt. Das gäbe es nicht, wenn das Recht wirklich stark wäre, denn dann könnte ich es per Vertrag nicht einfach aushebeln.

Und der diskutierte Anspruch auf Homeoffice wurde schon "beschränkt" entworfen. Das Gesetz soll keinen Freibrief schaffen, dass jetzt jeder sagen kann, dass er ab sofort zuhause arbeitet, denn das ist überhaupt nicht möglich. Es wird immer Berufe geben, die ein Arbeiten vor Ort notwendig machen. Das kann man aber nun nicht der Homeoffice-Regelung vorwerfen, sondern wohl eher dem Beruf selbst. Und deswegen finde ich die Diskussion unsinnig. Da könnte sich ein Handwerker ja auch beschweren, warum er eigentlich jeden Tag acht Stunden körperlich arbeiten muss, während IT-ler wie wir den ganzen Tag in den bequemen Bürostuhl pupsen. Das ist keine Ungerechtigkeit, sondern es war eine bewusste Entscheidung bei der Berufswahl. Und genau das meinte ich mit "die Ungerechtigkeit, die es de-facto nicht gibt".

Jetzt kann man natürlich die Frage stellen, warum jemand, der sich bewusst für einen Vor-Ort-Job entschieden hat, andere, die theoretisch deutlich flexibler arbeiten könnten, dazu zwingen sollte, genauso ins Büro zu fahren, nur damit "gleiches Recht für alle" gilt? Warum fordern Schichtarbeiter dann nicht, dass auch Bürojobs in Schicht durchgeführt werden? Da gibt es so unglaublich viele Beispiele, wo wir diese Form der "Ungerechtigkeit" bereits haben, dass es müßig ist, jetzt genau bei diesem Punkt darüber zu diskutieren.

Insofern wäre das Recht auf Homeoffice gar nicht so viel anders als das Recht auf Arbeitszeitreduktion, das heute unter bestimmten Umständen schon jeder hat. Natürlich kann zu meinem Arbeitgeber gehen und fordern, dass ich ab sofort nur noch 60% arbeite (natürlich bei entsprechender Lohnanpassung) und mein Arbeitgeber muss das rechtlich gesehen genehmigen. Aber selbstverständlich muss ich dann auch damit leben, ggf. nicht mehr den Job machen zu können, den ich aktuell mache, wenn dieser nun mal eine Vollzeitstelle erfordert. Und genauso wäre es dann beim Recht auf Homeoffice. Würde der Kollege, der den IT-Support macht, das Recht einfordern, müsste er schlimmstenfalls etwas anderes im Unternehmen machen, wenn sich Homeoffice nicht mit seiner Tätigkeit verbinden lässt.
[o4] DerTürke am 26.10. 18:12
+1 -
Kann ich verstehen. Weiß auch wie der Unterschied zustande kommt. Bei uns war Heimarbeit eine 50/50 Geschichte. Die Mitarbeiter mussten ins Büro, einige derer Vorgesetzten hatten noch das Recht auf Heimarbeit, unsere Vorgesetzten alle. Ist etwas ärgerlich wenn die Belegschaft ohne großzügige Gleitzeit da sein muss, die "Chefs" aber mal so mal so. Wäre vielleicht erträglicher gewesen, wenn die Chefs halt nicht so "präsent" wären. Ja, ich weiß "Die arbeitslast vom Chef ist anders, dh. die müssen anderes Leisten und dies ist der ausgleich" Interessiert aber niemanden im Haus. Brechen wir das jetzt auf alle Branchen hoch..Genau, interessiert die meisten nicht was der andere macht.
[o5] Oleg_popov am 26.10. 18:34
+1 -
Wäre ich auch dafür, wenn festgeschrieben wird, dass der Arbeitgeber für die Nutzung der privaten Fläche eine ausgleichende Zahlung zu leisten hat.

Ich müsste dann dem Arbeitgeber eine Fläche von mindestens 8qm permanent zur Verfügung stellen, die Arbeitsschutz- und Datenschutzrechtlich sicher ist. Weiter verbrauche ich meinen Strom, Wasser und Heizung, die sonst im Unternehmen anfallen sowie Telekommunikationskosten. Von der Ausstattung der Fläche wie Tisch, Stuhl, Beleuchtung, Schrank, etc. braucht der Arbeitgeber sich auch nicht drücken.

Wenn das geregelt ist, kann man rechnen was sich mehr lohnt, zur Arbeit zu fahren oder von Zuhause aus zu arbeiten.
[re:1] HeadCrash am 26.10. 22:55
+ -
@Oleg_popov: Zum einen ist das bereits alles geregelt, denn alles, was Du da erwähnst, kannst Du z.B. steuerlich geltend machen, wenn Du ein Homeoffice hast. Und rechnen wird es sich immer noch.
[re:1] skrApy am 27.10. 06:56
+ -
@HeadCrash: das hat der Arbeitgeber komplett zu zahlen und nicht nur die mageren 30% die man von der Steuer absetzen kann und auf den 70% sitzen bleibt. Zudem man dann noch permanent mit dem Finanzamt rumstreiten muss ob es nun Arbeitszimmer ist oder nicht und was Arbeitsmittel sind.
[re:1] sunrunner am 27.10. 07:55
+1 -
@skrApy: Das ist aktuell schon so, dass der AG (EIGENTLICH) Dafür sorge tragen muss, dass dein Arbeitsplatz Zuhause genau so Arbeitsrechtkomform ist wie der auf der Arbeit.
Für Strom/Gas/Wasser etc. muss er jedoch nicht aufkommen, denn ist ist deine Freie entscheidung ob du inst HomeOffice gehst oder nicht.
Zum anderen hat nicht jeder die von dir angesprochenen 8qm²
[re:2] HeadCrash am 27.10. 07:56
+ -
@skrApy: Warum sollte er? Darf er dann auch den Schlüssel zu dem Raum haben und genau kontrollieren, dass Du die Arbeitsmittel auch nur zur Arbeit einsetzt? Und nicht vielleicht mal was privates auf dem Drucker druckst oder sonst was? Dann könnte ich es vielleicht noch nachvollziehen.
[o6] Joyrider am 26.10. 20:09
+ -
Schwieriges Thema finde ich. "Recht auf" bedeutet dann auch höhere Kosten für den AG, da er ja zwei Arbeitsplätze pro Mitarbeiter einkalkulieren muss, Strom-, Wasser,- Netzanbindungskosten zuhause müssten irgendwie ausgeglichen werden etc...

Auch würde ich mal behaupten dass die Masse der Menschen keine Möglichkeit hat, sich zuhause einen ruhigen Arbeitsplatz zu schaffen. Dann steht der Schreibtisch im Wohnzimmer in der Ecke oder so... da ist dann auch nciht mehr viel mit produktiv arbeiten.
[re:1] der_ingo am 26.10. 20:51
+1 -
@Joyrider: Dann ist bei diesen Mitarbeitern Homeoffice schlicht nicht möglich. Aber das gehört halt zuerst geklärt und dann ggfs. begründet abgelehnt.
[re:2] HeadCrash am 26.10. 22:58
+ -
@Joyrider: Nein, der Arbeitgeber wird eben nicht zwei Arbeitsplätze einkalkulieren. Der Ausgleich der privaten Kosten erfolgt über eine steuerliche Entlastung (gibt es heute alles schon). Und der Arbeitgeber wird selbstverständlich die Größe seiner Geschäftsräume reduzieren.

Da ist Microsoft ein gutes Beispiel. Wir haben in Köln offiziell um die 450 Mitarbeiter, aber geschätzt nur noch für etwa 80 Platz im Büro. Gab noch nie Probleme, denn durch die flexible Möglichkeit, den Arbeitsplatz zu wählen (also mal im Homeoffice, mal beim Kunden, mal im Office) ist der Anteil der Mitarbeiter, die gleichzeitig im Büro sind, sehr gering.
[re:1] Joyrider am 26.10. 23:42
+ -
@HeadCrash: warum sollte er nicht zwei Arbeitsplätze (oder meinetwegen 1,xx Plätze mit dem shared desk Blödsinn) kalkulieren müssen? Ich brauche sowohl im HO als auch im Büro vernünftige Bildschirme, Dock, Tastatur etc. Den Kram schleppe ich doch nicht ständig hin und her. Und noch weniger arbeite ich einen x-Stunden-Tag an einem Notebook.

Klar könnte der AG dann die Büroflächen entsprechend reduzieren... aber dann war's das auch schon wieder mit dem "Recht auf...", sprich der freien Wahl, wenn es im Büro nur noch pro drei AN einen Schreibtisch gibt.

Und steuerliche Entlastung funktioniert nur unter genau definierten Umständen...
[re:2] skrApy am 27.10. 06:57
+ -
@HeadCrash: Der Arbeitgeber muss 2 Plätze einkalkulieren, Tisch Stühle Technik hat er auch im Homeoffice zu zahlen und nicht der AN über die Einkommenssteuersteuer abzusetzen (wo er nur einen minimalen Bruchteil wieder bekommt).
[re:1] HeadCrash am 27.10. 07:53
+ -
@skrApy: Es wäre vielleicht schön, wenn er es machen würde, aber müssen muss er gar nichts. Und ich kenne keinen Arbeitgeber, der es macht. Traditionell bedeutet Homeoffice eben genau das: der Arbeitnehmer hat KEINEN Platz im Büro, weil er eben laut Vertrag ein Homeoffice hat. Diese Regelung gibt es noch, aber sie wird immer seltener.

Viele Arbeitgeber stellen auf ein Modell um, dass es z.B. bei Microsoft schon seit Jahren gibt, nämlich einen flexiblen Arbeitsort. Damit einher geht eine Reduktion der Arbeitsplätze im Büro auf Basis einer Mischkalkulation. Es werden eben niemals alle Mitarbeiter im Büro sein, selbe wenn man irgendwelche theoretischen Fälle konstruieren kann. Die Praxis zeigt: es tritt niemals auf. Selbst ganz zu Beginn der Umstellung auf Shared Desk gab es nur ein paar wenige Fälle, in denen tatsächlich mal mehr Mitarbeiter im Office waren, als Plätze zur Verfügung standen. Das löst sich aber sehr schnell auf natürliche Weise.

Und klar, das hängt sicherlich auch von den Tätigkeiten ab, die die Mitarbeiter zu erledigen haben. Bei uns ist der natürliche Reiseanteil recht hoch, weil die meisten direkt mit Kunden zu tun haben. Dadurch ergibt sich automatisch, dass man nicht ständig im Büro ist. In anderen Branchen oder bei anderen Tätigkeiten mag das anders sein. Aber auch dort würde eine solche Homeoffice-Regelung sicherlich dazu führen, dass die Arbeitnehmer sich einen gewissen Rhythmus angewöhnen, wann sie im Homeoffice und wann im Büro sind, so dass sich Büroflächen reduzieren lassen.
[o7] Tomy Tom am 27.10. 07:19
+ -
Bevor man ein "Recht auf Homeoffice" gesetzlich verankert, sollte zuerst auch die Infrastruktur vorhanden sein, welche dies auch ermöglicht.
Ich kenne da einge Städe und Landkreise, die froh wären wenn diese zumindest mal eine ISDN-Leitung hätten und vor allen Dingen sollte auch VORHER mit der IT abgeklärt werden (und vor allen auf dessen Rat zu hören), ob Homeoffice für entsprechende "neue Mitarbeiter" Sinn macht.
Ohne die gewissen Voraussetzungen für eine Internetleitung steht man eher früher als später dann doch auf dem Punkt das Homeoffice nicht machbar ist........aber da hat man dann wieder "unnötig viel Arbeit" in ein Projekt oder Zeit investiert was schon vorher zum scheitern verurteilt war.
[o8] Roehre am 27.10. 09:45
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Ich habe viel von zuhause aus gearbeitet und bin froh, jetzt zum Feierabend eine Bürotür verschließen zu können. Es ist nicht immer einfach, zuhause Dienstbeginn und Feierabend sauber zu zelebrieren und sich nicht noch nebenbei von der Waschmaschine und anderen "mal schnell nebenbei" ablenken zu lassen.
[o9] Shakie am 27.10. 12:44
+1 -
Mich hat bei der Umfrage leider niemand gefragt.
Traue keiner Umfrage!
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