Intel will sich auf CPUs konzentrieren: Flash-Sparte geht an SK Hynix

Von Roland Quandt am 20.10.2020 17:51 Uhr
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Intel will keinen Flash-Speicher mehr bauen. Der US-Chipriese hat den Verkauf seiner Sparte für NAND-Flash an den südkoreanischen Speicher­spezialisten SK Hynix bekanntgegeben. Der Deal soll für rund neun Milliarden Dollar über die Bühne gehen.

Wie Intel und SK Hynix heute Morgen bekanntgaben, wird der koreanische Konzern im Rahmen einer Zahlung von neun Milliarden Dollar in Bar die Flash-Speicherparte des US-Halbleitergiganten übernehmen. SK Hynix wird damit auf einen Schlag zum zweitgrößten Hersteller der viel gefragten Speicherchips.

Flash spielte bei Intel nie die erste Geige

Intel will sich künftig offensichtlich wieder stärker auf sein Hauptgeschäft mit CPUs für PCs und Server konzentrieren. Flash-Speicher trug zuletzt weniger als ein Zehntel der gesamten Verkäufe von Intel in der ersten Jahreshälfte 2020 bei, während der US-Konzern durch Konkurrenten wie AMD und Nvidia in seinen Kernkompetenzen immer stärker unter Druck geraten ist.

Intel bot seinen Flash-Speicher bisher vor allem in Form eigener SSDs an, die auf Basis dieses Speichertyps realisiert wurden. SK Hynix ist eigentlich auf DRAM-Chips spezialist, also jene schnellen Speicherbausteine, die als Arbeitsspeicher in diversen Geräten stecken, seien es Smartphones, Tablets, PCs oder Server. Der koreanische Konzern führt mit dem Kauf von Intels Flash-Sparte seine bisher größte Übernahme durch.

SK Hynix wird durch den Zukauf zum zweitgrößten Hersteller von Flash-Chips hinter Samsung und überholt damit mit sofortiger Wirkung den japanischen Anbieter Kioxia, der aus Toshibas Speichersparte hervorgegangen ist. Der Markt für Flash-Speicher ist hart umkämpft, so dass sich die Hersteller regelmäßig mit günstigeren Preisen unterbieten. Allerdings boomt die Nachfrage in diesem Bereich derzeit aufgrund der Folgen der Coronavirus-Pandemie auch.
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