Urteil im Streit um Herausgabe von YouTube-Nutzerdaten erwartet

oder

Zugangsdaten vergessen?

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[o1] steffen2 am 17.10. 13:15
+1 -
da sieht man mal wieder, dass Gesetzes-Texte schreiben inzwischen fast unmöglich ist.

Natürlich wollte der Gesetzgeber, dass ein Kontakt zustande kommt. Aber hat es eben nicht richtig formuliert.
[re:1] DerTigga am 17.10. 13:55
+ -1
@steffen2: Ein voll im Sinne von Firma Konstantin geschriebenes Gesetz dürfte nur unter ignorieren von so einigen Datenschutzbestimmungen machbar sein. Und mit Erregen von kräftigem Volkszorn, denn - zugegeben überspitzt gesagt - eine zwingende Pflicht, in der Rubrik Lieferanschrift u.a. die eigene Schuhgröße zwingend angeben zu müssen, bevor man den Bestellvorgang für ne neue Grafikkarte überhaupt abschließen darf, das dürfte kaum einer hinnehmen.. :-p
Grundsätzlich denke ich, das die Bezeichnung Adresse im Internet sowieso falsch ist, denn mal vom Punkt des eine IP Adresse selten langfristig inne habens abgesehen: wer wohnt denn quasi so wirklich wirklich im Internet (von gewissen Suchtformen oder BigBrother mäßigen Medienformaten nicht geredet) ?
Wer weiß, evt gibts demnächst auch eine Art gesetzlich verankertes Splitting, das es damit offiziell so wird, das man 2 Adressen hat / haben kann, evt sogar muss, beispielsweise mit den Worten RealAdresse und InternetAnschrift benannt ?
[re:1] rallef am 18.10. 15:26
+ -
@DerTigga: Nun ja, wenn es explizit ein Gesetz zur Herausgabe der Daten gibt, ist das als Spezialregelung rein rechtlich eine legale Ausnahme von dem Grundsatz der Datensparsamkeit und des Datenschutzes.

Selbstverständlich ist zu einem bestimmten Zeitpunkt die IP-Adresse die eindeutige technische Verknüpfung, um den Kontakt zum User herzustellen, wie du "offline" prinzipiell jede Woche oder jeden Tag umziehen könntest.

Auch nachträglich ist über IP und Zeitpunkt ziemlich sicher zu ermitteln, wer wann was im Internet gemacht hat, so es denn gelogt worden ist (bekanntlich logt so ziemlich Google alles)... es ist halt nur die Frage, ob das vom Gesetzgeber so politisch gewollt ist.
[re:1] DerTigga am 18.10. 15:48
+ -
@rallef: Oder nur dank Datenschutzbestimmungen bzw dafür Beauftragtem nicht vom Gesetzgeber gewollt werden kann / genügend stark konnte ?

Intuitiv würde ich sagen, das Firma Konstantin genau diesen Punkt ausloten möchte. Eben auf ein sich zeigen von "doch sicher vorhandenen" bzw angeblich insgeheim auf genau solche 'Kundschaft' wartenden Andockstellen in der momentan was zu sagen und wollen habenden Politikscene hofft.
[re:2] DerTigga am 22.10. 06:04
+ -
@rallef: Oder nur dank Datenschutzbestimmungen bzw dafür Beauftragtem nicht vom Gesetzgeber gewollt werden kann / genügend stark konnte ?

Intuitiv würde ich sagen, das Firma Konstantin genau diesen Punkt ausloten möchte. Eben auf ein sich zeigen von "doch sicher vorhandenen" bzw angeblich insgeheim auf genau solche 'Kundschaft' wartenden Andockstellen in der momentan was zu sagen und wollen habenden Politikscene hofft.
[o2] sandvik am 17.10. 13:36
+4 -
Das kommt eben davon, wenn Gesetze alt sind und nicht an die Jetzt-Zeit angepasst wurden oder werden.
Solche Dinge werden wir noch öfter erleben. Wetten?
[re:1] c[A]rm[A] am 18.10. 15:34
+ -
@sandvik: Ich wundere mich eher wie hier entschieden wird die Daten nicht rauszugeben aber bei der Welle der Abmahnanwälte war das egal.
[o3] KarstenS am 17.10. 17:36
+1 -
Die Folge wird dann wohl sein, dass zukünftig eine entsprechende Adresse als Pflicht für die Konten kommen wird inkl. Ident verfahren zur Verifizierung.
[re:1] Elek am 18.10. 15:37
+ -1
@KarstenS: Wenn die Strafen hoch genug sind,dann kommt sowas nicht mehr vor :)
[o4] DRMfan^^ am 17.10. 18:44
+2 -
Ist aber ein sehr dünner Zweig, an den sich Constantin da klammert
[re:1] Tom 1 am 18.10. 18:19
+ -
@DRMfan^^: wahrscheinlich für Moneyyyyyyyy
[re:1] DRMfan^^ am 18.10. 19:54
+ -
@Tom 1: Selbst wenn da die richtige Adresse angegeben wäre: Jeder halbwegs vernünftige Anwalt wird dazu raten, die Inhaberschaft zu leugnen.
[o5] Robin01 am 18.10. 01:32
+ -
Wenn die Uploader das nicht über Tor hochgeladen haben, dann hat Google sehr wahrscheinlich die Adresse des Übeltäters.
[re:1] kazesama am 18.10. 11:04
+ -
@Robin01: wenn er über z.b. mehrere Ausländische proxies gegangen ist nicht unbedingt
[re:1] Robin01 am 18.10. 15:39
+ -
@kazesama: wenn er sich mit seinem Account angemeldet hat und den auf seinem Smartphone laufen hat, dann ist sehr wahrscheinlich, dass Google genügend Standortdaten gesammelt hat, dass sie das sehr genau bestimmen können. Noch einfacher wird es, wenn er was bestellt und über seine Gmail-Adresse die Bestätigung bekommt oder in Google Maps seinen Wohnort festlegt.

Nicht ganz so trivial ist es, wenn er einen zweiten Account benutzt. Benutzt er dafür immer den gleichen Browser (bevorzugt Chrome), dann kann Google beide Accounts zuordnen. Mit anderen Browsern wird es schwieriger aber auch möglich (Fingerprinting ftw.). Wann sich der zweite Account einloggt kann auch genügend Rückschlüsse bringen, oder welcher Account im gleichen Netzwerk eingeloggt ist. Wenn Account 1 immer im gleichen Netzwerk ist, wie Account 2 und wir von Account 1 die Adresse wissen, dann wissen wir sie mit großer Wahrscheinlichkeit auch von Account 2.

Big Data ist schon sehr faszinierend und sei ganz sicher, dass Google alles nutzt um über jeden so viele Daten zu sammeln und zu ergänzen wie sie können.
[re:2] winman3000 am 18.10. 11:42
+ -
@Robin01: Man kann zwar beim Google-Konto seine Adresse hinterlegen, aber Google kann sich nicht sicher sein, ob diese auch korrekt ist. Ich habe meine Anschrift beim Google-Konto schon länger nicht mehr aktualisiert und bin inzwischen schon zweimal umgezogen. Und umgelemdet habe ich mich dann erst vor kurzem, also das könnten die Behörden auch nicht so schnell herausfinden und verfolgen.

Was wirklich jetzt noch kommen könnte, und davor graut es mir, ist Identverfahren.
[re:1] Elek am 18.10. 15:38
+ -
@winman3000: Google dankt dir für deine unterstützung :)
[re:2] Robin01 am 18.10. 15:45
+ -
@winman3000: Wozu Adresse angeben? Durch die ganzen Lokalisierungsdienste (WLAN, aGPS, GPS, etc.) kann man deinen Standort auf den Meter genau finden. Wenn du häufig genug durch deine Haustür gehst, ist deine Adresse auch sicher verortet.

Pluspunkte gibt es für: einer deiner Kumpels hat deine Adresse in seinem Adressbuch gespeichert. Du hast deine Adresse über die Google-Tastatur eingegeben. Du hast auf einer Webseite im Chrome deine Adresse eingegeben (z.B. um dir was zuschicken zu lassen). Jemand hat deine Adresse in seinem Kalender eingetragen.
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