Tesla in Brandenburg: Das große Wasser-Problem ist jetzt gelöst

Von Christian Kahle am 14.10.2020 17:53 Uhr
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Einer der größten noch vorhandenen Streitpunkte rund um das bei Berlin entstehende Werk des US-Autoherstellers Tesla ist jetzt zu einer Lösung gekommen: Der notwendige Vertrag über die Wassererschließung ist unterzeichnet worden.

Die Wasserversorgung ist seit Beginn einer der Kernpunkte, an denen Kritiker gegen die Ansiedlung des Werkes mobil machten. So wurde die Befürchtung geäußert, dass Tesla den Menschen in der Region das ohnehin schon knapper werdende Nass streitig machen könnte und die Grundversorgung der Bevölkerung nicht mehr gewährleistet wäre. Daran änderten auch reduzierte Bedarfsprognosen und alternative Zuleitungskonzepte wenig.

Bei den Verantwortlichen sah man hier allerdings weniger Probleme und es ging in erster Linie um die Details, wie das Werk mit dem benötigten Wasser beliefert wird. Zuständig vor Ort ist der Wasserverband Strausberg-Erkner, der die Verhandlungen mit Tesla führte. Die Ver­bands­mit­glie­der stimmten der endgültigen Einigung dann auch schon vor drei Wochen zu. Plötz­lich ließ aber Tesla auf sich warten.

1,45 Millionen Kubikmeter Wasser

Hier hatte man erwartet, dass das Un­ter­neh­men nach dem langen Hin und Her den Vertrag direkt unterschreiben wird. Allerdings hat man sich auf Seiten Teslas sehr genau mit den Un­ter­la­gen beschäftigt. In der letzten Nacht gingen dann aber die unterzeichneten Papiere des Erschließungsvertrages beim Was­ser­ver­band ein, wie dessen Vorsteher André Bähler nun gegenüber dem RBB bestätigte.

Laut dem Abkommen soll der Verband die Fabrik zukünftig mit maximal 1,45 Millionen Ku­bik­me­tern Wasser im Jahr versorgen. 0,95 Millionen Kubikmeter Schmutzwasser würden auf der anderen Seite wieder abgenommen. Tesla verpflichtete sich im Zuge des Vertrages, die notwendigen Anschlüsse bereitzustellen und dafür Sorge zu tragen, dass beim Abwasser ver­schie­de­ne definierte Schadstoffgrenzwerte eingehalten werden. Weiterhin zahlt das Un­ter­neh­men auch Baukostenzuschüsse, so dass sichergestellt ist, dass die notwendigen In­ves­ti­tio­nen des Wasserverbandes nicht auf die Allgemeinheit umgelegt werden.

Der Vertrag erstreckt sich allerdings nur auf die erste Ausbaustufe des Werkes und ist die entscheidende Grundlage dafür, dass der Genehmigungsprozess nun abgeschlossen werden kann. Ein Ausbau des Werkes ist bereits geplant und dafür müssen dann weitergehende Ver­ein­ba­run­gen getroffen werden. Das betrifft unter anderem auch die Frage, ob bestehende Klär­an­la­gen-Kapazitäten des Wasserverbandes ausgebaut oder komplett neue Anlagen er­rich­tet werden.

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