Erstmal keine Antwort auf AMD parat: Intel Core i-11000 kommt später

Von John Woll am 06.10.2020 19:49 Uhr
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Mit der Prozessoren der Intel Rocket Lake-S-Serie, vermutlich Core i-11000 genannt, wird Intel - aller Voraussicht nach - seine letzten 14nm-Desktop-Chips vorstellen. Jetzt gibt es Berichte, dass mit einem Start hier wohl nicht bis ins späte Frühjahr 2021 zu rechnen ist.

Mit Rocket Lake-S-Serie wird es nichts vor März 2021

Eigentlich war nach der bisherigen Planung vorgesehen, dass Intel spätestens zum Januar 2021 neue Desktop-Prozessoren vorstellt. Wie jetzt Videocardz berichtet, scheint sich hier das Launch-Fenster aber deutlich nach hinten zu verschieben. Gerüchte hatten bisher davon gesprochen, dass Intel auf der CES 2021 konkret zeigen wird, was man von der neuen Prozessor-Familie erwarten kann. Laut dem Bericht hat Intel die Vorstellung jetzt aber auf die zehnte Woche in 2021 verschoben - damit würde die Intel Rocket Lake-S-Serie frühestens im März vorgestellt werden.

Intel Rocket Lake-S
Intel Rocket Lake-S Features laut Videocardz

Diese Verschiebung ist vor allem mit einem Blick auf die Konkurrenz durch AMD interessant: Hier wird man bereits am 8. Oktober bei einem Event erfahren, was die neuen Ryzen-5000-Prozessoren mit der frischen Zen3-Architektur leisten werden - aktuell sieht es danach aus, dass es für Intel wohl sehr schwer sein wird, hier beim Preis-Leistungs-Verhältnis auch nur annähernd auf Augenhöhe zu bleiben. Wenn der Konzern aber tatsächlich wie jetzt berichtet erst im März die Core i-11000-Familie enthüllt, bleibt hier eine Lücke von fast einem halben Jahr bis zu einer Antwort auf Zen 3.

Neue Features, neue Motherboards

Rocket Lake-S wird nach allen verfügbaren Informationen mit aktuellen Motherboards der 400er-Serie kompatibel sein - damit können dann auch Intel-Rechner mit den als für PCIe Gen4 "hardware-ready" beworbenen Mother­boards die Leistung des Interface voll ausnutz­en. Intel Rocket Lake-S wird mit einer neuen Kernarchitektur (Cypress Cove) und Intel Xe Gen12 Grafik (Xe-LP) ausgestattet sein und wird als Feature-Upgrade PCIe 4.0-Unterstützung für Grafik und Speicher mitbringen.

Daneben soll Intel noch den Launch neuer Motherbaords der 500-Serie planen, Videocardz nennt hier Z590 und B560. Intel soll dabei jüngst eine Speicherübertaktungs-Unterstützung für die B560-Serie hinzugefügt haben, die bisher ein exklusives Merkmal der Zx70/x90-Serie war. Man darf sehr gespannt sein, wie sich der Markt der Desktop-CPUs hier in den nächsten Wochen und Monaten bewegt.
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