Twitter will "Präsident Trump soll an Covid-19 sterben" Tweets löschen

Von Nadine Juliana Dressler am 04.10.2020 17:17 Uhr
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Seit bekannt wurde, dass US-Präsident Donald Trump und die First Lady Melania positiv auf Covid-19 getestet wurden, überschlägt sich das Netz ebenso mit Genesungs- wie mit Todeswünschen. Besonders bei Twitter liest man viel Häme und Gemeinheiten.

Daher hat die Social-Media-Plattform Twitter jetzt noch einmal ihren Standpunkt klar gemacht: Tweets, die anderen Personen Gewalt oder gar den Tod androhen oder anderen Personen den Tod wünschen sind verboten und werden gelöscht. So werde man daher nun auch mit den vielen entsprechenden Nachrichten verfahren, die bei Twitter über die Erkrankung von US-Präsident Donald Trump kursieren. Einige Medien berichteten sogar, dass Twitter die Accounts solcher Nutzer sperren oder löschen werde, doch das ist so nicht der Fall. Twitter behält sich jedoch vor, Nutzern, die durch solche Hassreden auffallen, eine Verwarnung zu senden und sie temporär zu sperren.

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Es liegt nicht am Präsidenten, sondern an den Richtlinien

Das Online-Magazin The Vice hatte zuvor behauptet, dass Twitter bei den Präsidenten-Tweets durchgreifen wolle und die Nutzer komplett verbannen werde (via Techcrunch). Twitter hat darauf reagiert und das Ganze noch einmal klargestellt. Es handele sich dabei nicht um eine neue Maßnahme, die man nur für den Präsidenten macht, sondern um allgemeine Twitter-Richtlinien. Bei den Präsidenten-Tweets handelt es sich jedoch um eine ganz andere Reichweite.

Das Karma schlägt zu

Allein seine Mitteilung, dass er und seine Frau positiv getestet wurden, erhielt innerhalb von nur 24 Stunden mehr als zwei Millionen Antworten. Ein Großteil dieser Antworten warf Trump vor, bisher die Corona-Pandemie verharmlost zu haben und sprachen vom "Karma, das ihn jetzt einhole". Ende der Woche hatte der US-Prä­si­dent es selbst öffentlich gemacht und bei Twit­ter geschrieben, dass er und seine Frau Me­la­nia positiv auf Corona getestet wurden und sich ge­mein­sam in Qua­ran­tän­e be­ge­ben werden.

Mittlerweile ist Donald Trump dabei sogar im Militär-Krankenhaus "Walter Reed" in Bethesda zur Behandlung.

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