Weniger Sondermüll: Ikea schafft weltweit die Einweg-Batterien ab

Von Christian Kahle am 01.10.2020 15:41 Uhr
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Der schwedische Einrichtungskonzern Ikea wird Einweg-Batterien kom­plett aus seinem Sortiment verbannen. Zukünftig sollen dort, wo es nötig ist, statt­dessen wiederaufladbare Mehrweg-Akkus zu den Produkten beigelegt werden.

Wie das Unternehmen mitteilte, wird die Umstellung jetzt in Angriff genommen und im Oktober kommenden Jahres sollen alle Einweg-Batterien aus den Produkten in Ikea-Filialen weltweit verschwunden sein. Dies sei ein Bestandteil des aktuellen Programms, mit dem Energieverbrauch und Müllproduktion deutlich reduziert werden sollen.

Ikea beruft sich dabei auf Untersuchungen, die zu dem Ergebnis kamen, dass der ökologische Fußabdruck der Alkali-Batterien wesentlich größer ist als der von Akkus auf Nickel-Basis, die ebenfalls häufig in diversen Geräten im Haushalt zum Einsatz kommen. Zu finden sind diese unter anderem in Wanduhren oder auch Deko-LED-Leuchten. Da hier die beiliegenden Stromspeicher auch ersetzt werden sollen, dauert die Umstellung ihre Zeit - immerhin wäre es auch nicht zielführend, die vollen Batterien in den Packungen auszuwechseln und wegzuwerfen.

Die Summe macht's

Batteriebetriebene elektrische Geräte gehören zwar nicht zum Kernsortiment Ikeas, doch die internationale Verbreitung des Konzerns sorgt dafür, dass sich die Verkaufsmengen dann doch ziemlich stark aufsummieren. In dem Jahr zwischen September 2018 und August 2019 seien weltweit beispielsweise rund 300 Millionen Batterien über Ikea in die Haushalte von Verbrauchern gewandert.

Akkus sind dabei wesentlich nachhaltiger, da sie immer wieder aufgeladen werden können. Um die 5000 Tonnen Sondermüll jährlich ließen sich demnach durch die Umstellung vermeiden - allerdings unter der Maßgabe, dass ein Akku um die 50 Mal neu geladen wird. Die meisten Stromspeicher in Wanduhren oder anderen Kleinverbrauchern dürften allerdings nicht auf eine solche Menge an Ladungen kommen.

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