Microsoft bestätigt endlich auch Lenovo-BSOD-Bug mit Windows 10

Von Nadine Juliana Dressler am 19.09.2020 20:43 Uhr
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Vor fast einem Monat hatten wir bereits über einen ärgerlichen Blue-Screen-of-Death-Fehler berichtet, der bei Besitzern eines Lenovo Think­Pads in Verbindung mit Windows 10 Version 2004 auftrat. Jetzt hat sich auch Microsoft dem Thema angenommen.

Schon Ende August hatten wir über das Problem berichtet, das vielen Lenovo-Nutzern ständig Abstürze bescherte. Jetzt kommt dabei endlich "Bewegung" ins Spiel, denn Microsoft hat den Fehler in einem Support-Dokument genauer analysiert und warnt nun vor dem BSOD. Die Fehler treten laut dem bisherigen Kenntnisstand ab dem Update KB4566782 auf. Das ist das Patchday-Update für die Windows 10 Version 2004 vom 11. August. Der Fehler ist aber auch noch nach dem September-Patch KB4568831 vorhanden.

Microsoft bestätigt nun in dem Support-Dokument, dass Updates, die in den letzten zwei Monaten veröffentlicht wurden, Lenovo ThinkPad-Rechner zum Absturz bringen könnten. Es wurden auch weitere kritische Fehler mit dem Update in Zusammenhang gebracht, unter anderem Leistungs­probleme und sogenannte Stopp-Fehler.

Windows 10 Mai 2020 Update: Die wichtigsten Neuerungen
Infografik Windows 10 Mai 2020 Update: Die wichtigsten Neuerungen

Verschiedene Fehlermeldungen

Entsprechend warnt das Unternehmen jetzt vor dem Update. Nutzer erhalten Meldungen wie "SYSTEM_THREAD_EXCEPTION_NOT_HANDLED", "0xc000000005 Zugriff verweigert" oder Systemabstürze mit dem Verweis auf den Prozess ldiagio.sys.

Einfache Lösung möglich

Das Problem scheint durch ein Kompa­ti­bi­litäts­problem zwischen den letzten kumulativen Updates von Windows 10, den UEFI-Einstel­lungen und der Lenovo Vantage-Anwendung verursacht worden zu sein. Mit einem der Updates hatte Microsoft zuvor eine Änderung vorgenommen, die einschränkt, wie Prozesse auf die PCI-Gerätekonfiguration zugreifen können. Microsoft und Lenovo bestätigten, dass sie an einer Lösung arbeiten. Es gibt auch schon eine relativ einfache Lösung, mit der man bis ein Bugfix-Update zur Verfügung steht das Problem umgehen kann.

Microsoft empfiehlt die Einstellung "Enhanced Windows Biometric Security" in der UEFI zu deaktivieren. Zudem sollten weitere Updates bis auf Weiteres deaktiviert werden.

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