DirectX 12_2: Neue Grafik-Features für Next-Gen-Spiele und -GPUs

Von Johannes Schaller am 28.08.2020 19:50 Uhr
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Microsoft bastelt weiter an der Programmierschnittstelle (API) DirectX 12. Das Redmonder Unternehmen hat das neue Feature-Level 12_2 an­ge­kün­digt. Auf dem PC sind alle aktuellen GeForce RTX-Grafikkarten mit Turing-Architektur vollständig kompatibel.

Mit dem Feature-Level 12_2 erweitert Microsoft den DirectX 12-Standard um diverse Funk­tio­nen, die für die kommende Generation von PC- und Konsolen-Spielen besonders wich­tig werden dürften. Laut den offiziellen Angaben gehören dazu Raytracing (DXR 1.1), Variable Rate Shading, Mesh Shaders und Sampler Feedback. Außerdem gesellt sich mitunter das Shader-Modell 6.5 hinzu.

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Unterstützung für Turing, Ampere, RDNA 2 und mehr

Leicht verwirrend an der heutigen Ankündigung von Microsoft ist, dass die wichtigsten Merk­male des DirectX Feature-Level 12_2 schon zuvor unter dem Namen DirectX 12 Ultimate zusammengefasst worden waren. Ob die beiden Bezeichnungen tatsächlich exakt dasselbe meinen, ist vorerst unklar. Fest steht hingegen, dass neben Nvidias aktueller Ge­Force-Ge­ne­ra­tion auch die kommenden Ampere-Grafikchips sowie AMDs neue RDNA-2-GPUs sämt­liche Funktionen unterstützen werden. Zur Erinnerung: Auch die beiden Next-Gen-Konsolen Sony PlayStation 5 und Microsoft Xbox Series X werden einen Grafikprozessor auf Basis der RDNA-2-Architektur integrieren.

Aktuelle RDNA-GPUs von AMD wie bei­spiels­wei­se die Radeon RX 5700 XT sind lediglich mit dem DirectX Feature-Level 12_1 kompatibel. Das zeigt sich mitunter dadurch, dass die Gra­fik­chips und Windows 10 kein Hard­ware-ba­sier­tes Raytracing zu bieten haben. Intels kom­men­de diskrete Grafikkarten, Code­na­me Xe, werden laut Microsoft ebenfalls voll­stän­dig von DirectX 12_2 profitieren können. Darüber hin­aus deutet der Soft­ware­rie­se an, mit Qual­comm daran zu arbeiten, das Feature-Level 12_2 auch auf Snapdragon-Plattformen zu unterstützen.

Raytracing als visuell spektakulärstes Feature

Die fortschrittlichen neuen Funktionen von DirectX 12_2 führt Microsoft in dieser Übersicht detailliert auf. Sie sollen aufregende neue Möglichkeiten für Spiele respektive Spie­le­ent­wick­ler mit sich bringen. Der Softwareriese hebt diesbezüglich ins­be­son­dere Ray­tra­cing hervor. Bei dieser Technik wird Licht deutlich realistischer simuliert als bei anderen Verfahren.

Nvidia brachte mit der GeForce RTX 2000-Serie die ersten Grafikkarten auf den Markt, die Raytracing Hardware-seitig beschleunigen und damit überhaupt erst praktikabel machen können. Aufgrund der hohen Performance-Kosten fällt die Resonanz in der Branche bislang noch eher verhalten aus. Die kommende Konsolengeneration sowie die nächsten Nvidia- und AMD-Grafikkarten könnten Raytracing-Effekte in Spielen aber im Laufe der nächsten Jahre zum Standard machen.

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