Huawei: Mate 40 wird letztes Smartphone mit leistungsstarker Kirin-CPU

Von Tobias Rduch am 08.08.2020 20:05 Uhr
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Der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei hat ab Mitte September keine Möglichkeit mehr, mit TSMC zusammenzuarbeiten. Daher werden in den kommenden Flaggschiff-Modellen keine leistungsstarken Kirin-Chips mehr zu finden sein. Das Mate 40 ist hiervon jedoch ausgenommen.

Für den Wegfall der Kooperation zwischen Huawei und TSMC sind US-Sanktionen ver­ant­wort­lich. Obwohl es sich bei der CPU-Schmiede HiSilicon um ein Tochterunternehmen von Huawei han­delt, ist der Konzern zum Produzieren der Prozessoren auf die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) angewiesen. Da TSMC auch auf US-Technologien zu­rück­greift, ist es dem Hersteller ab sofort untersagt, weitere Verträge mit Huawei zu schließen.

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Mate 40 womöglich in begrenzter Auflage

Die aktuellen Verträge zwischen Huawei und TSMC laufen am 15. September aus. Damit han­delt es sich beim kommenden Flaggschiff-Modell Mate 40 (Pro) um das letzte Gerät, das über einen Kirin-Prozessor aus dem High-End-Segment verfügt. Wie Engadget berichtet, hat das der Huawei-Chef Richard Yu im Rahmen einer Rede offiziell bestätigt. Aufgrund der schwie­ri­gen Situation wäre es außerdem denk­bar, dass das Mate 40 nur in begrenzten Stück­zah­len zur Verfügung gestellt werden kann. Wie stark die Auflage des Smartphones li­mi­tiert sein wird, bleibt allerdings noch ziemlich unklar.

Von den verhängten Handelsbeschränkungen ist natürlich nicht nur Huawei, sondern auch das Tochterunternehmen Honor betroffen. Bereits im Mai wurde bekannt, dass es in Zukunft keine Honor-Geräte mit integrierter Kirin-CPU mehr geben wird. Stattdessen werden in den Smartphones bald Chips, die von MediaTek entwickelt und gefertigt worden sind, verbaut.

Siehe auch: Weg von Kirin: Honor will (muss) wohl zu MediaTek-Chips wechseln
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