FIFA 21: EA entfernt "toxische" Jubelposen und bekämpft Zeitschinden

Von Witold Pryjda am 06.08.2020 16:27 Uhr
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EAs langjährige Reihe FIFA ist Standard im Gaming-Bereich, wenn es um das Thema Fußball geht und spielt auch online eine enorm große Rolle. Doch wie auch im wahren Leben kochen manchmal die Emotionen hoch und es fallen Worte und Gesten, die man "toxisch" nennen kann.

Jubelposen gehören zum Fußball wie das Toreschießen selbst, doch im wahren Leben geht mit den Spielern immer wieder die Begeisterung durch und es kommt zu nationalistischen oder auch die gegnerischen Fans und Mannschaften verhöhnenden Gesten. Auch im virtuellen Fußball ist das mitunter nicht anders und dagegen geht FIFA-Entwickler Electronic Arts nun vor.

Denn wie Eurogamer schreibt, hat EA bestätigt, zwei umstrittene Jubelposen aus FIFA 21 zu entfernen bzw. wird es diese im Gegensatz zu FIFA 20 dort nicht mehr geben. Gemeint sind die "Shush"- und die "A-OK"-Gesten, laut der Spiele-Seite sollen auch noch weitere Änderungen folgen.

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"Klappe halten"

Im Fall von "Shush", bei dem eine Psst-Geste mit dem Zeigefinger vor dem Mund gemacht wird, soll dem Gegner - freundlich formuliert - ausgerichtet werden, dass er still sein soll. Diese Pose ist aber auch aus einem anderen Grund umstritten, nämlich weil sie missbraucht werden kann, um die Jubelzeit unnötig zu verlängern.

Die "A-OK"-Geste wird wohl deshalb entfernt, weil sie an ein von Rassisten genutzte "White Power"-Handzeichen erinnern soll. Eine ähnliche "OK" Geste wurde bereits vor kurzem in Call of Duty: Modern Warfare deaktiviert.

Weitere Posen, die EA nicht offiziell genannt hat, die aber ebenfalls nicht in FIFA 21 zu finden sein werden, ist die Tanzfigur "Dab" (diese ist schlichtweg veraltet), die "Beruhigt euch"-Geste von Cristiano Ronaldo und schließlich auch "Waddle", das an das Watscheln einer Ente erinnert und bei vielen verhasst ist, weil sie es für dämlich halten.

Abgesehen von Jubelgesten will EA vor allem das Zeitschinden eindämmen, man konnte in FIFA 20 bei Einwürfen und beim Anstoß bis zu 30 Sekunden herausholen, diese Zeiten wurden nun deutlich verkürzt.
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