Corona sei Dank: Sony meldet Explosion bei PlayStation-Spieleverkäufen

Von Roland Quandt am 04.08.2020 19:26 Uhr
Auch für Sony wirkt sich die Coronavirus-Pandemie höchst positiv aus, was die Verkäufe der eigenen Gaming-Produkte angeht. Innerhalb von drei Monaten wurden weltweit gut 91 Millionen PlayStation-4-Spiele verkauft - was einer Verdopplung nahe kommt.

Wie Sony heute anlässlich der Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen für den Zeitraum von April bis Juni 2020 verkündete, konnte man die Zahl der PS4-Spieleverkäufe im zweiten Quartal des Jahres von 49,8 auf 91 Millionen und damit um satte 83 Prozent steigern. Vor allem bei First-Party-Titeln verzeichnete der japanische Konzern ein kräftiges Plus auf insgesamt 18,5 Millionen Einheiten.

The Last of Us 2 führte die Liste der First-Party-Verkäufe an
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Besonders das lange erwartete "The Last Of Us II" konnte erheblich zum Verkaufserfolg beitragen. Erneut gab es damit einen kräftigen Anstieg, denn im Jahresvergleich ging es gegenüber den 11,7 Millionen verkauften First-Party-Titeln deutlich aufwärts. Auch bei der Verteilung der Verkäufe auf Downloads und physische Kopien hatte die weltweite Pandemie ihre Folgen.

Downloads dominieren Verkaufsstatistik

Weil zahllose Besitzer einer PlayStation 4 in ihrer Bewegungsfreiheit erheblich beschränkt waren, entfielen ganze 74 Prozent aller Spieleverkäufe im letzten Quartal auf digitale Downloads. Gleichzeitig legte die Zahl der Abonnenten bei PlayStation Plus von 41,5 auf ganze 44,9 Millionen zu, so dass auch die Online-Dienste der Plattform offenbar noch einmal an Beliebtheit gewannen.

Sony konnte außerdem auch über einen Anstieg der Konsolenverkäufe jubeln, denn im Vergleich zum vorigen Quartal ging es mit 1,9 Millionen verkauften Geräten noch einmal aufwärts. Im Jahresvergleich zeigt sich allerdings das Alter der PS4 deutlich, denn im Vorjahreszeitraum konnte Sony noch ganze 3,2 Millionen Konsolen des Typs absetzen. Gleichzeitig steht natürlich auch schon die PlayStation 5 in den Startlöchern, was viel Kunden auf die nächste Generation warten lässt.

In dieser Hinsicht gebe es zwar ein paar Einschränkungen, weil die Mitarbeiter verstärkt von zuhause aus arbeiten müssen und nicht international reisen können, so Sony. Doch insgesamt habe man mit entsprechenden Maßnahmen reagiert und liege weiter im Zeitplan, um die PS5 rechtzeitig vor Weihnachten auf den Markt zu bringen. Ingesamt war die Spielesparte der Lichtblick in Sonys ansonsten relativ durchwachsener Bilanz. Zwar setzte der Gesamtkonzern mit 18,6 Milliarden Dollar im zweiten Quartal etwas mehr um als in der gleichen Zeit des Vorjahres, der operative Gewinn ging jedoch leicht zurück.
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