Musk wäre bereit, Tesla-Technologien an Konkurrenten zu lizenzieren

Von Witold Pryjda am 30.07.2020 13:43 Uhr
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Der Elektroautobauer Tesla hat in vielerlei Hinsicht einen beträchtlichen Vorsprung gegenüber den Traditionsherstellern, das weiß man auch bei diesen, wie vor kurzem der Audi-Chef einräumte. Tesla-Gründer Elon Musk zeigte sich nun offen, Technologien mit anderen zu teilen.

Als Teslas große Stärke gelten die Batterien, die Antriebstechnologie sowie der Autopilot und die Branchengrößen schauen immer wieder neidisch nach Fremont. Denn trotz aller Bemü­hun­gen und Investitionen: Die Traditionshersteller werden wohl noch Jahre brauchen, bis sie zu Tesla aufgeschlossen haben - wenn das überhaupt gelingt.

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Auch der Autopilot im "Angebot"

Bei so manchem Autobauer dürfte deshalb das Angebot von Elon Musk auf großes Interesse stoßen. Denn der Tesla-Chef meinte vor kurzem auf Twitter, dass er "offen" wäre, Software zu lizensieren und "Antriebe und Batterien" an andere Hersteller zu liefern. Musk meinte, dass das auch den Autopiloten inkludiere, das ist die fortschrittliche Selbstfahr-Software von Tesla. Diese ist zwar trotz Aussagen von Musk von vollständiger Autonomie wohl noch eine ganze Ecke entfernt, sie ist aber auch in ihrem aktuellen Zustand besser als das meiste, was der Rest der Branche zu bieten hat.

Musk begründete das mit dem Wunsch, dass es Tesla nur darum gehe, erneuerbare Energien zu fördern und nicht, Konkurrenten zu vernichten. So viel Selbstlosigkeit wird zwar so mancher Musk nicht abnehmen, dennoch ist das Angebot durchaus interessant.

"Deutsche Tesla-Obsession"

Hintergrund des Tweets von Musk war ein Bericht von Teslarati, der sich dem Thema "Tesla-Obsession deutscher Autobauer" widmet. Darin wird analysiert, wie die deutschen Her­stel­ler versuchen, die Lücke zu Tesla zu schließen. Unter anderem wird erwähnt, dass Volks­wa­gen-Chef Herbert Diess ein Bewunderer von Elon Musk und Tesla sei, ähnliches gilt für Audi-Boss Markus Duesmann.

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