Durchbruch: Microsoft nutzt Brennstoffzellen direkt in Rechenzentren

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[o1] winman3000 am 27.07. 21:13
+ -
Hier wird aber meines erachtens nicht daran gedacht, dass Wasserstoff aktuell nicht klimaneutral hergestellt werden kann. Zumindest ist das mein aktueller Wissensstand.
[re:1] 0711 am 27.07. 23:26
+2 -
@winman3000: Können schon...
[re:1] Frankenheimer am 28.07. 06:46
+ -1
@0711: können schon, aber mit der ganzen energie könnte man auch direkt in riesige Akkus speichern.
[re:1] gutzi4u am 28.07. 08:05
+1 -
@Frankenheimer: Womit zur Zeit der Akku die Klima- und Umweltbilanz wieder zunichte macht.
[re:2] haichen am 28.07. 08:19
+ -1
@Frankenheimer: Du hast absolut recht. Jede Umwandlung kostet Energie. EE in Wasserstoff und dann wieder in Strom umzuwandeln ist Energieverschwendung. Akkus sind hier auf jedenfalls die bessere Lösung. Keine Ahnung warum MS das macht.
[re:1] Arhey am 28.07. 08:49
+1 -
@haichen: Weil man wieder gleiches Problem hätte wie beim Dieselgenerator. Akkus verschleißen und wenn man die brauchen würde, wären die meisten davon unbrauchbar. Zudem ist Akkuproduktion nicht gerade umweltfreundlich.
Forschung ist wichtig, aktuell mag es noch Probleme geben, aber es ist denkbar, dass man später z.B. durch Solaranlagen lokal Wasserstoff herstellen kann, das wäre wiederrum umweltfreundlicher.

Wenn es jetzt schon Antworten auf alle Fragen gäbe, dann hätte man schon längst eine finale Lösung umgesetzt.
[re:2] 0711 am 28.07. 09:56
+ -
@haichen: Verschwendung ist es derartige "akkuparks" vorzuhalten ohne sie ernsthaft zu nutzen (außer notfall oder notfalltest)
[re:3] Mixermachine am 28.07. 11:11
+1 -
@Arhey: die Alterung ist bei beiden Technologien vorhanden.
Brennstoffzellen benötigen ebenfalls einige kritische seltenen Erden.
Ganz so einfach ist es nicht.
[re:4] Link am 28.07. 12:05
+ -
@Mixermachine: Bei Wasserstoff gibt es sogar Alterung bei allen Komponenten, die damit in Kontakt kommen, da die Moleküle sehr klein sind und sogar durch Metalle hindurch diffundieren und sie spröde machen. Druckgasflaschen für Wasserstoff müssen aus diesem Grund aus Sicherheitsgründen wesenlich öfter ausgetauscht werden als solche, in denen andere Gase transportiert/gelagert werden.
[re:3] 0711 am 28.07. 09:55
+ -
@Frankenheimer: und was glaubst du warum man dieselagregatte nutzt und akkus nur zur überbrückung bis zur netzangleichung? Weil akkus zu kostspielig und platzintensiv sind, die riesigen akkus werden ihre "herstellungskosten" (auch aus umweltsicht) kaum aufwiegen können gegenüber dem mehr energiebedarf von wasserstoff.
[o2] DRMfan^^ am 27.07. 21:31
+ -2
Da bleibt zu hoffen, dass das nicht ein explosiver Fehler wird.
[o3] Frankenheimer am 28.07. 06:48
+ -1
Sieht für mich nach Greenwashing aus. Es wäre wohl um ein Vielfaches einfacher, kostengünstiger und effizienter, selbst in der gesamten Klimabilanz, wenn Microsoft statt diesen Brennstoffzellen Gas-Turbinen zur Stromversorgungen nehmen würde. Letztere kann man auch genausogut mit Biogas (z.B. aus der Landwirtschaft) speisen. Man hat nicht nur viel mehr Möglichkeiten bei der Speicherung, man könnte sich sogar für Notfall 2 an das Gasnetz hängen wenn die eigenen Reserven nicht reichen und es gibt auch kein Problem mit der langen Speicherung dieses Gases in Tanks.
[re:1] Nunk-Junge am 28.07. 07:56
+3 -1
@Frankenheimer: Du weißt aber, dass bei Biogas eigentlich nur der Name gut klingt? Biogas heute hat nichts mehr mit der alten Resteverwertung auf einem Bauernhof zu tun. Die war vielleicht halbwegs umweltfreundlich, aber sehr ineffizient. Heute werden riesige Flächen gerodet und mit Monokulturen bepflanzt um die richtigen Pflanzen für industrielle Biogas-Produktion zu erhalten. So hat zum Beispiel Raps eine mehr als 10-mal höhere Energieeffizienz als Getreide, Palmöl sogar 50-mal höher. Zwar ist das CO2-neutral, aber es konkurriert ganz massiv mit der Lebensmittelproduktion (das ist kein Witz), fördert Bodenerosion und schädigt Artenvielfalt. Es geht nicht um ein paar Felder, sondern um Flächen in der Größe ganzer Bundesländer. Und das überall auf der Welt. Natürlich soll man jetzt auch nicht pauschal die Nutzung von Biomasse verteufeln, man sollte auch daran weiterforschen (z.B. Nutzung von Algen), aber man muss abwägen. Und genauso ist es mit Wasserstoff auch. Es macht Sinn weiter zu forschen wie im Artikel oben, aber am Ende muss man Vor- und Nachteile abwägen. Das Umweltbundesamt sagt: "Beim Vergleich der verschiedenen Techniken zur Nutzung erneuerbaren Energien ist die jeweilige Flächeninanspruchnahme ein wichtiges Kriterium. Denn insbesondere fruchtbare Flächen sind zunehmend knappe Ressourcen mit entsprechendem Konfliktpotenzial. Verschiedene Studien ... haben gezeigt, dass Wind- und Solarenergie der Biomasse in der Flächeneffizienz um ein Vielfaches überlegen sind. Dies gilt auch für die Umwandlung des Wind- und Solarstroms in chemische Energieträger wie Methan oder Wasserstoff."
[re:1] Frankenheimer am 28.07. 08:25
+ -
@Nunk-Junge: ich bin kein Freund Lebensmittel oder Lebensmittelflächen für die Energiegewinnung zu benutzen, aber es gibt auch schon allein durch Fäulnisgase mehr als genug möglichkeiten. Methan o.Ä. fällt bei der Menge an Gülle die täglich aus der Landwirtschaft anfällt mehr als genug an. Genauso wie auch erste Kläranlagen diese Gase auffangen und verwerten können.
[re:1] Nunk-Junge am 28.07. 08:43
+ -
@Frankenheimer: Das reicht nicht. Brasilien hat zum Beispiel für die Produktion von Biokraftstoff eine Fläche mit Monokulturen von Zuckerrohr und Soja in Beschlag genommen die mehr als die Hälfte Deutschlands groß ist. Tendenz sehr stark steigend. Gleichzeitig sind die Lebensmittelpreise massiv gestiegen.
[re:2] Nunk-Junge am 28.07. 09:31
+ -
@Frankenheimer: Übrigens: Viele Umweltverbände fordern das Stoppen der Produktion von Biokraftstoffen - aus Umweltschutzgründen. Ein Beispiel: https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/deutsche-umwelthilfe-und-rainforest-foundation-norway-warnen-biokraftstoffboom-traegt-zu-klimakrise/
[re:2] Link am 28.07. 09:42
+ -
@Frankenheimer: Mit Biogas könnte man auch einfach die bereits vorhandenen Diesel (nach einer kleinen Umrüstung) betreiben, aber das wäre natürlich zu einfach und wurde eventuell sich nicht so medienwirksam verkaufen lassen.
[re:3] heidenf am 28.07. 10:20
+ -
@Frankenheimer: Das ist viel zu teuer. Ausserdem ist es mit einer Gasturbine nicht getan. Die Turbine erzeugt kein Strom, sie treibt lediglich einen Generator an.
[o5] H2O-Future am 28.07. 14:37
+ -
Da direkte Links hier leider nicht geduldet bzw. erwünscht sind. Einfach mal nach "Wasserstoff Sonnenenergie" suchen, ist jedenfalls sehr interessant!
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